Buchdrucker im Mittelalter

Zu einem wichtigen städtischen Gewerbezweig entwickelte sich seit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern um 1440 durch Johannes Gutenberg der Druck und Vertrieb von Büchern. Bis 1500 waren in Europa 1.000 Druckereien entstanden. Als erster Buchverleger im großen Maßstab wirkte Anton Koberger in Nürnberg, in dessen Betrieb täglich auf 24 Pressen gedruckt und eine Schar von 100 Gesellen als Setzer, Korrektoren, Drucker, Buchmaler und Buchbinder beschäftigt wurde. Die Buchdruckerei trug zur schnellen Entwicklung der Papiererzeugung bei. Von den Kreuzzügen hatten die Europäer die Kenntnisse mitgebracht, wie man Papier aus Lumpen herstellt. Jetzt war man nicht mehr auf das teuere, zum Bedrucken minder geeignete Pergament angewiesen. Papiermühlen wurden eingerichtet, vor den Toren Nürnbergs entstand um 1400 die erste  deutschte Papiermühle.