Hochzeit im Mittelalter

Die Wahl des Gatten war im Mittelalter nicht frei. Reiche Ritter wurden durch die öffentliche Meinung gezwungen eine standesgemäße Ehe einzugehen, die armen Ritter versuchten eine reiche Frau zu heiraten. Die Verlobung fand mit Eheversprechen und Geschenken an die Braut statt, Ringe wurden ausgetauscht oder Eidschwüre abgelegt. Die Verlobung wurde aufgehoben, wenn einer der Eheleute ins Kloster ging oder wenn der Bräutigam lange als verschollen galt, wegen schwerer Krankheit, Verstümmelungen oder wegen minderjährigen Verlobten. Auch Kinder wurden verlobt, wurden aber erst verheiratet, wenn sie volljährig waren.

Zum Brauch der Hochzeit oder jedem großen Fest gehörte es, möglichst viele Gäste einzuladen, viel zu essen, zu trinken und fröhlich zu sein. Solche Feste dauerten viele Tage, manchmal sogar mehrere Wochen. Der Brautvater musste die Kosten tragen und die eingeladenen Gäste und Spielleute wurden mit kostbaren Dingen beschenkt. Unmengen an Essen und Getränken wurden verbraucht, bei den reichen Fürsten um so mehr.

Eine beliebte Zeit für Hochzeiten war Pfingsten, die Trauung fand meistens am Morgen statt. Eine prunkvolle Prozession führte zur Kirche und in Frankreich wurde das Brautpaar mit einem kostbaren Tuch überdeckt.

Hochzeit im Mittelalter

Hochzeit im Mittelalter