Karl der Große

* 02.04.747, † Aachen 28.01.814

Römisch-deutscher Kaiser, der Sohn Pippins III. war seit 754 zusammen mit seinem Bruder Karlmann König der Franken, nach Karlmanns Tod (771) Alleinherrscher, oberster Heerführer, Richter und Kirchenheer. Karl wurde König der Langobarden (774 Krönung mit der eisernen Krone) und Patricius Romanus (Schutzherr der Römer); er unterwarf 772 – 804 die Sachsen in schweren Kämpfen (782 Blutbad von Verden) und christianisierte sie gewaltsam. Er gründete die spanische Mark gegen die Mauren, setzte 788 den Bayernherzog Tassilo ab und zog sein Herzogtum ein, vernichtete mit Hilfe seines Sohnes Pippin, dem er Italien übertragen hatte, das Reich der Awaren und errichtete die Ostmark. Karl ließ sich 800 in Rom zum Kaiser krönen (Erneuerung des römischen Kaisertums im Westen) und verband seine politische Führerstellung mit der Schutzherrschaft über die Christenheit. Als Förderer von Kunst und Wissenschaft war er auch treibende Kraft der karolingischen Renaissance.