Stadt im Mittelalter

Zunehmende Popularität erreichten die mittelalterlichen Städte, als ehemals Unfreie sich dort niederließen oder gleich ganz neue Siedlungen – etwa im Schutz von Burgen – gründeten. Dies lockte immer mehr Leibeigene an, die von ihren Grundherren im Getümmel der Ortschaften meist nicht gefunden wurden („Stadtluft macht frei“). Die meisten Städte in Mitteleuropa wurden im Mittelalter gegründet. Die unübersichtliche Enge in den Städten, in einem schmalen Haus in einer dunklen Gasse, hatte jedoch auch gravierende Nachteile: So breiteten sich Krankheiten oft rasend schnell aus. Dies war ein Grund dafür, dass in der Folgezeit nur noch wenige Städte neu gegründet wurden.

Marktsiedlungen

Im 10. und 11. Jahrhundert unterhielten italienische Städte, wie Venedig, Genua und Pisa, Handelsbeziehungen zu Byzanz und zu Levante. So gelangten orientalische Waren, wie Seide, kostbarer Schmuck und Gewürze soviel Gold, Silber, Waffen und Wein, nach Europa. Italiener, Byzantiner und Levantiner kamen über die Alpen, um diese Luxuswaren an reiche deutsche Feudalherren zu verkaufen. Für ihre Waren handelten sie Pelze, Leder, Wach, Erze und Salz und Metallwaren ein. »»» Weiterlesen … Marktsiedlungen

Kulturelle Tätigkeit der Stadt

Die Stadt sorgt für die öffentliche Sicherheit (Feuerwehr), die Straßenanlagen (baupolizeiliche Vorschriften), öffentliche Gesundheitspflege (Badestuben) und geziemendes Verhalten der Bürger (Kleider und Luxusordnungen). »»» Weiterlesen … Kulturelle Tätigkeit der Stadt

Die städtische Finanzwirtschaft

Die wichtigste städtische Steuer ist das Ungeld (Ufzife): Torzölle, Steuern auf Salz, Brot, Wein, Bier. Daneben treten direkte Personal- und Vermögenssteuern. Unter den Ausgaben stehen diejenigen für öffentliche Bauten, besonders den Mauerbau, obenan. »»» Weiterlesen … Die städtische Finanzwirtschaft

Stadt im Mittelalter

Mit der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität konnte sich ein wachsender Teil der Bevölkerung anderen Tätigkeiten als der Nahrungsproduktion widmen. Dies führte zur Arbeitsteilung und Spezialisierung, die Handwerk und Handel entstehen ließen. Der Markt als Ort des Warentausches und die Geldwirtschaft entfalteten sich als notwendige Konsequenzen. Die »»» Weiterlesen … Stadt im Mittelalter

Die Städtebündnisse

Frühzeitig gewähren sich einzelne Städte gegenseitig besondere Handelsvorteile (Meistbegünstigungsverträge, der erste 1171 zwischen Köln und Dinant in Lothringen) oder verbinden sich zur Sicherung ihrer Verkehrsstraßen (1241 Lübeck und Hamburg). Allmählich bilden sich auf Grund gemeinsamer Handelsinteressen verschiedene Gruppen von deutschen Städten. »»» Weiterlesen … Die Städtebündnisse

Kennzeichen der Stadt

Das wichtigste Kennzeichen der Stadt war der Markt, der zu bestimmten Zeiten abgehalten wurde. Das Marktrecht gib ursprünglich vom König aus, Unter seinem „Frieden“ fand der Markt statt. Deshalb errichtete man auf dem Markte ein Kreuz oder ein Fahren als Sinnbild des Königsschutzes. In norddeutschen Städten wurde stattdessen gerne eine Rolandstatue aufgestellt. »»» Weiterlesen … Kennzeichen der Stadt

Die Bevölkerung der Stadt

Wie allenthalben im Mittelalter finden wir auch in der Stadt die Bevölkerung streng in Gruppen geteilt. Obenan standen die Geschlechter (Patrizier), die von Vollfreien und Adligen abstammten. Sie trieben den Handel im Großen und waren reiche Grundbesitzer. Aus ihrer Mitte wurde der Rat der Stadt und der Bürgermeister gewählt. »»» Weiterlesen … Die Bevölkerung der Stadt

Politik in der mittelalterlichen Stadt

In den Anfängen ihrer Entwicklung standen die Städte ebenso wie das umliegende Land unter feudaler Herrschaft, unter der Herrschaft eines Stadtherrn. War ein Bischof oder der König selbst der Stadtherr, dann ernannte er seinen Stadtvogt oder Burggrafen, der an seiner Statt mit seinen Dienstleuten den Marktfrieden sicherte und das Münz, Zoll- und Gerichtsrecht ausübte. Von den Bürgern forderte der Stadtherr Gerichtsgebühren, Torzölle, Abgaben für ihr Grundstück und für die Verkaufsstände auf dem Markt. »»» Weiterlesen … Politik in der mittelalterlichen Stadt

Wirtschaftsstruktur der mittelalterlichen Stadt

In den Städten blühte bald das Handwerk. Tuche, Eisenwaren und Geräte wurden von den Handwerkern angefertigt. Kaufleute erwarben von den Handwerksmeistern die Waren und handelten sie im ganzen Land. Aber nicht nur durch Deutschland, sondern auch in die anderen Länder zogen die Kaufleute mit ihren waren. »»» Weiterlesen … Wirtschaftsstruktur der mittelalterlichen Stadt

Häuser in der mittelalterlichen Stadt

In den mittelalterlichen Städten war bei den Bürgerhäusern und Werkstätten – sofern diese nicht ohnehin zusammengezogen waren – hauptsächlich der Fachwerkbau gebräuchlich. So wurden in der Holzskelettbauweise sog. Gefache aus senkrechten, waagrechten und schrägen Balken durch Holzbohlen und Flechtwerk mit Lehmbewurf geschlossen. Nichttragende, dünnere Sprossen stützen Gefache und begrenzen Fenster und Türen. Mit dem Beginn des mehrgeschossigen Hausbaus im 13. Jahrhundert wurden zur Versteifung der Wandkonstruktion Schräghölzer notwendig. Schon im 13./14. Jahrhundert gab es diese Art der Konstruktion in Verbindung mit stockwerkbildenden Elementen. So wurden besonders an der Hausfront vor das »»» Weiterlesen … Häuser in der mittelalterlichen Stadt

Das Stadtbild

Das Herz der Stadt war der Marktplatz, wo es von Buden und Verkaufsständen wimmelte. Mächtig und breit stand dort das stolze Rathaus. In seinen feuerfesten Kellergewölben ruhten wohl verwahrt die kaiserlichen Freiheitsbriefe der Stadt und in der Trinkstube des Ratskellers stärkten sich die Stadträte nach langer Beratung an einem guten Schoppen. Im Erdgeschoss wurden die Waren der fremden Kaufleute geprobt. Da gab es Ballen und Fässer in Menge. Händler und Amtsschreiber drängten sich durcheinander. Im ersten Stock aber war der große Sitzungssaal, wo ein gestrenger Rat trage, wo auch manch frohes Fest gefeiert und der Kaiser bewirtet wurde, wenn er seine Stadt besuchte. »»» Weiterlesen … Das Stadtbild

Das Machtgefüge innerhalb der Städte bzw. die Sozialstruktur der mittelalterlichen Stadt

Nach einem langen und hartnäckigen Kampf, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte, erlangte die Mehrzahl der Städte ihre Unabhängigkeit. Alle Stadtbewohner galten als frei, Selbst die leibeigenen Bauern wurden frei, wenn sie ein Jahr und einen Tag in der Stadt gelebt hatte. Die Städte erhielten eine eigene Verwaltung. »»» Weiterlesen … Das Machtgefüge innerhalb der Städte bzw. die Sozialstruktur der mittelalterlichen Stadt

Mittelalterliche Stadtgründungen

Die alten Germanen hatten keine Städte. Wohl aber fanden sie in dem Teile Deutschlands, der von den Römern besetzt gewesen war, große und reiche Städte sowohl am Rhein wie an der Donau, vor. »»» Weiterlesen … Mittelalterliche Stadtgründungen