Mittelalterliche Stadtgründungen

Die alten Germanen hatten keine Städte. Wohl aber fanden sie in dem Teile Deutschlands, der von den Römern besetzt gewesen war, große und reiche Städte sowohl am Rhein wie an der Donau, vor. Diese Römerstädte gingen in den Stürmen der Völkerwanderung nicht völlig zugrunde, Manche von ihnen wurden Königs- und Herzogspfalzen wie Aachen und Regensburg, andere wurden Bischofsitze wie Köln, Main, Speyer , Augsburg und Passau. Dadurch gewannen sie neue Bedeutung.

Eine andere Gruppe von Städten verdankt ihre Entstehung dem Bau einer Burg, wie sie in Zeiten der Ungarnnot von Kaiser Heinrich I. in Quedlinburg, Merseburg und Goslar und später von Fürsten und Grafen in allen Teilen Deutschlands errichtet worden sind. Solche Städte sind München, Nürnberg und Eger.

Als dann die Kolonisation in den östlichen Slawenländern in höchste Blüte stand, hat man Städte auch aus „wilder Wurzel“ neu gegründet. Sie fallen durch ihre regelmäßige  mit sich schneidenden Hauptstrassen und vier Hauptore auf. Auf diese Weise entstanden Lübeck und Budweis in Böhmen.

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