Symbole der Heraldik im Mittelalter

Ein vollständiges Wappen besteht aus dem Schild, (Hauptelement), der auf dem Helm befestigten Helmzier und den Helmdecken. Bei der Farbwahl eines Wappens sind bestimmte Regeln zu beachten. So kennt die Heraldik nur vier so genannte ,,echte Farben” (Rot, Blau, Grün und Schwarz) und zwei so genannte ,,Metalle” (Weiß bzw. im heraldischen Sinne Silber und Gelb bzw. im heraldischen Sinne Gold). Als Sonderfarbe tritt zuweilen noch Purpur zur Kennzeichnung höchster geistlicher und weltlicher Macht hinzu. In seltenen Fällen werden auf dem Wappen abgebildete menschliche Körperteile (z.B. Hände oder Köpfe) hautfarben dargestellt. Die Farben Grau und Braun sind in der traditionellen Heraldik so gut wie unbekannt.

Die Farbregeln besagen, dass auf der Schildfläche möglichst nur zwei Farben (eine ,,echte Farbe” und ein ,,Metall”) vorkommen sollen. Bei der Aufgliederung des Schildes in eine größere Anzahl von Feldern wird diese Regel jedoch oft durchbrochen. Die Verwendung der beiden ,,Metalle” nebeneinander ist nur im katholisch-kirchlichen Bereich üblich und erlaubt. Die Farben des Schildes sollen sich bei Helm, Helmzier und Helmdecken wiederholen, die Verwendung anderer als der Schildfarben ist dort unstatthaft.

Auf der Schildfläche unterscheidet man zwischen so genannten ,,Heroldsbildern” geometrischen Gliederungen wie Balken, Schrägbalken, Kreuz, schachbrettförmige Aufteilung, usw.) und so genannten ,,gemeinen Figuren” (bildliche Darstellungen wie Rose, Löwe, Turm, usw.). Wichtigste heraldisch-fachliche Anforderung an jedes Wappen ist jedoch, dass es klar, übersichtlich, noch von weitem erkennbar und nicht zu überladen sein soll.