Walther von der Vogelweide

* Niederösterreich um 1170, † bei Würzburg 1230

Mittelhochdeutscher Minnesänger, vermutlich, so lässt sich aus persönlichen angaben in den Werken schließen, stammte Walther aus ritterlichen Geschlecht. Er begann als wandernder Hofdichter, der immer auf die Freigebigkeit von Gönnern angewiesen blieb. Eine erste wichtige Station war der Wiener Hof, wo Walther als Schüler, später Konkurrent von Reinmar von Hagenau mit Liedern der “hohen Minne” auftrat. Später im Dienst Philipps von Schwaben und am Hof der Landgrafen von Thüringen verfasste er auch sinnliche “Mädchenlieder”, erste Zeugnisse einer sehr persönlichen Erlebnislyrik (z.B. “Under der linden”). Daneben trat Walther mit politischer Spruchdichtung hervor, in der er für die staufische Sache und gegen römische Bevormundung Partei ergriff.