Wilhelm der Eroberer

* Falaise (Normandie) 1027, † Rouen 09.09.1087

Herzog der Normandie seit 1035 und König von England seit 1066, als der englische König Eduard der Bekenner 1066 kinderlos gestorben war, landete der normannische Herzog Wilhelm mit einem Heer auf der britischen Insel, siegte bei Hastings (14.10) über König Harold II., bestieg selbst den Thron und verteilte das Land an seine aus Frankreich mitgebrachten Adligen. Seine Regierungszeit bedeutete einen tiefen Einschnitt in der englischen Geschichte. Sie brachte einen kräftigen kulturellen und auch sprachlichen Einfluss Frankreichs auf das angelsächsische Land (seitdem finden sich viele Romanismen v. a. in der gehobenen englischen Sprache) und legte die Fundamente für eine ungewöhnlich starke Position des Königtums. Im “Domesday Book”, einem Verzeichnis des gesamten Grundbesitzes, wurden die Grundlagen für die Besteuerung des Landes geschaffen.