Wilhelm der Eroberer

* Falaise (Normandie) 1027, † Rouen 09.09.1087

Herzog der Normandie seit 1035 und König von England seit 1066, als der englische König Eduard der Bekenner 1066 kinderlos gestorben war, landete der normannische Herzog Wilhelm mit einem Heer auf der britischen Insel, siegte bei Hastings (14.10) über König Harold II., bestieg selbst den Thron und verteilte das Land an seine aus Frankreich 

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Walther von der Vogelweide

* Niederösterreich um 1170, † bei Würzburg 1230

Mittelhochdeutscher Minnesänger, vermutlich, so lässt sich aus persönlichen angaben in den Werken schließen, stammte Walther aus ritterlichen Geschlecht. Er begann als wandernder Hofdichter, der immer auf die Freigebigkeit von Gönnern angewiesen blieb.

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Francois Villon

* Paris 1431, † 1463

Französischer Lyriker, Villon führte ein hochabenteuerliches Leben. Er konnte dank eines Gönners an der Sorbone studieren, geriet aber in schlechte Gesellschaft. Im Streit tötete er 1455 einen Priester, musste fliehen, wurde aber ein Jahr später begnadigt. 1461 erneut

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Chrétien de Troyes

* Troyes 1135, † 1190

Französischer Epiker, er lebte und schrieb an den Höfen Philipps von Flandern und der Marie de Champagne; Vermutungen gehen dahin, dass er ursprünglich Geistlicher war. Seine Versepen, u. a. “Érec et Enide” (um 1165), “Lancelot” (um 1170), sind die ersten großen europäischen Romanwerke. Sie erzählen spannend von Liebe und Abenteuern und es ist erster Linie die Versform, die sie von modernen Prosawerken unterscheidet.

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Theoderich der Große

* 453, † Ravenna 30.08.526

König der Ostgoten (seit 474), der Sohn des Theodemir aus dem Königsgeschlecht der Amaler führte sein Volk 473 an die untere Donau und 489 nach Italien. Dort herrschte schon der Germane Odoaker, den Theoderich 489/90 bei Verona und am Isonzo besiegte. Er schloss den Gegner in Ravenna ein, eroberte es in der legendären “Rabenschlacht” und ermordete Odoaker am 15. März 493 nach Scheinverhandlungen. Nominell Beauftragter

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Johannes Duns Scotus

* Maxton (Schottland) um 1265/66, † Köln 08.11.1308

Schott. scholastischer Philosoph und Theologe. – Um 1280 Franziskaner, 1291 Priester, lehrte 1297-1301 in Cambridge und Oxford, dann in Paris und seit 1307 in Köln. Er versuchte Traditionen des Augustinismus mit dem Aristotelismus zu verbinden. Mit seinem Individuationsprinzip, der “Haecceitas” (Diesheit) rückte er – im Unterschied zu

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Girolamo Savonarola

* Ferrara 21.09.1452, † Florenz 23.05.1498

Italienischer Dominikaner, der fanatische Bußprediger Savonarola hatte sich als scharfer Kritiker der Verweltlichung der Kirche einen Namen gemacht und war 1941 von Lorenzo de’ Medici nach Florenz eingeladen und zum Prior von San Marco bestellt worden. Nach der nicht zuletzt auf seine Agitation zurückgehenden Vertreibung der Medici (194) in die

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Marguerite Porète

* Hainaut, † Paris 01.06.1310

Schrieb in altfranzösischer Volkssprache den “Miroir des simples âmes” (Spiegel der einfachen Seelen) und hatte damit ungeahnten Erfolg, besonders unter den Anhängern der Begarden und Beginen, wie ein kirchliches Ketzerprotokoll vermerkt. Der Bischof von Cambrai (1296-1306) verurteilte sie, ließ ihr Buch in Valenciennes öffentlich verbrennen und stellte die Weiterverbreitung unter Strafe. Sie verbreitete es dennoch weiter bis 1307

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Marsilius von Padua

* Padua um1275, † München 1342/43

Eigtl. Marsilio dei Mainardini, italien. Staatstheoretiker. – 1313 Rektor der Universität Paris; Kontakt mit dem Averroisten Johannes von Jandun, unter dessen Einfluß der “Defensor pacis” (1324) entstand, eine Schrift, in der eine auf der Lehre der

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Wilhelm von Ockham

* Ockham (Surrey) um 1280/85, † München nach 1347/49

Engl. Theologe und Philosoph, Beiname doctor invincibilis (“unbesiegbarer Gelehrter”). – Ab 1309 Student in Oxford, später Magister Theologiae (1321). Vom Oxforder Kanzler Lutterell der Häresie angeklagt, wurde er nach Avignon vor Papst Johannes XXII. zitiert und festgesetzt; er floh 1328 zu Ludwig IV., dem Bayern, nach Pisa, ging später mit dem

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Benedikt von Nursia

* Nursia(Nurcia) um 480, † Montecasino 21.03.547

Italienischer Ordensgründer, der Sohn eines Gutsbesitzers wurde zum Studium nach Rom geschickt und erlebte dort entsetzt das sittenlose Leben. Er zog sich in die Einsamkeit zurück, wurde Vorsteher einer Eremitengemeinde, sammelte weitere Mönche um sich und zog mit ihnen 529 nach Montecasino südlich von Rom, wo er die “Regula”, seine Prinzipien für gottgefälliges Leben, niederschrieb. Sein Vorbild und die Strahlkraft seiner

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Wilhelm von Moerbeke

* Moerbeke (Flandern) um 1215, † Korinth 1286

Fläm. Dominikaner und Übersetzer. – Missionar in Griechenland, Beichtvater mehrere Päpste und später (1278) Erzbischof von Korinth. Er übersetzte (sehr wortgetreu) Hippokrates und Galen, Archimedes und Heron und vor allem Aristoteles aus dem

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Moses Maimonides

Eigtl. Rabbi Mose Ben Maimon, gen. Rambam, * Córdoba 30.3.1135, † Al Fustat (Kairo) 13.12.1204

Jüd. Philosoph, Gelehrter und Arzt. – Lebte ab 1165 in Ägypten, wo er als Arzt und Repräsentant der ägyptischen Judenheit tätig war. Er gilt als der bedeutendste jüdische Religionsphilosoph des MA. Zugleich genießt er als Kodifikator des jüdischen religiösen Gesetzes höchste Anerkennung. Seine Hauptwerke sind: 1. Der Kommentar zur Mischna,

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Albertus Magnus

(Albert der Große),* Lauingen (Donau) um 1200, † Köln 15.11.1280

Deutscher Naturforscher, Philosoph und Theologe. – Aus staufischer Ministerialenfamilie stammend, seit 1229 (1223?) Dominikaner. Lehrer in Paris (1244-48) und an verschiedenen deutschen Hochschulen. Bedeutendster Schüler: Thomas von Aquin. Provinzialoberer seines Ordens für das deutsche Sprachgebiet (1253-56), Bischof von Regensburg (1260-62), päpstlicher Legat und Kreuzzugsprediger in Deutschland und

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Mechthild von Magdeburg

* in Niedersachsen zwischen 1207 und 1212, † Helfta (Eilsleben) 1282 oder 1294

Deutsche Mystikerin. – Lebte als Begine unter geistlicher Leitung derDominikaner in Magdeburg. Gegen Ende ihres Lebens zog sie sich zu den Zisterzienserinnen ins Kloster Helfta zurück. Von einzigartiger mystischer Begabung, trat sie als Kritikerin ihrer Zeit und der Kirche auf.

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Raimundus Lullus

* Palma 1232/33, † Bougie oder Tunis 1315 oder 1316

Katalan. Dichter, Theologe und Philosoph. – Lehrte mit Unterbrechungen zwischen 1283 und 1313 in Paris und Montpellier. Ab 1263 unternahm er den Versuch, die alleinige Wahrheit der christlichen Lehre zu erweisen und vor allem die arabische Welt zu missionieren. 1276 gründete er die Missionsschule von Miramar (Mallorca). Nach seiner Auffassung muß der Glaube durch den Verstand unterstützt werden, der die

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Petrus Lombardus

* Novara-Lumellogno (Lombardei) um 1095, † Paris 22.07.1160

Ital. scholastischer Theologe. – Kam um 1133 durch die Vermittlung von Bernhard von Clairvaux nach Paris, bedeutendster Schüler von Peter Abälard, ab 1159 Bischof von Paris. Sein Hauptwerk, die “Sentenzen” (“Sententiarum libri IV”, Erstdruck um 1471) – daher der Beiname Magister sententiarum – wurde das dogmatische Handbuch der folgenden

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Nikolaus von Kues

* Kues (Bernkastell Kues) 1401, † Todi 11.08.1464

Latinisiert Nicolaus Cusanus, Nicolaus de Cusa, eigtl. N. Chrypffs oder Krebs, dt. Kirchenrechtler, Philosoph, Bischof und Kardinal. – Studierte 1416/17 Philosophie und Mathematik in Heidelberg, 1417-23 in Padua, ab 1425 Theologie in Köln, wo er mit der platon. Scholastik des Albertus Magnus und dem log.-myst. Denken des Raimundus Lullus in Berührung kam. Ab 1432 Bevollmächtigter des Trierer Erzbischofs auf dem Basler Konzil; unterstützte zunächst die Konzilspartei, dann die päpstliche Seite. Seine

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Karl der Große

* 02.04.747, † Aachen 28.01.814

Römisch-deutscher Kaiser, der Sohn Pippins III. war seit 754 zusammen mit seinem Bruder Karlmann König der Franken, nach Karlmanns Tod (771) Alleinherrscher, oberster Heerführer, Richter und Kirchenheer. Karl wurde König der Langobarden (774 Krönung mit der eisernen Krone) und Patricius Romanus (Schutzherr der Römer); er unterwarf 772 – 804 die Sachsen in schweren Kämpfen (782 Blutbad von Verden) und christianisierte sie gewaltsam. Er gründete die spanische Mark gegen die Mauren, setzte 788 den

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Justinian I. der Große

* Tauresium bei Skopje 482, † Konstantinopel 11.11.565

(Ost-)Römischer (byzantinischer) Kaiser seit 527, der Sohn eines illyrischen Gutsherren war schon zu Lebzeiten seines Vorgängers Justin I. Mitregent und strebte als oberstes Ziel seiner Politik die Rückgewinnung des an germanisches Eroberer verlorenen Westteils des Reiches an. Er ließ durch seine Feldherren Belisar und Narses die Reiche der Vandalen in Nordafrika (534) und der Ostgoten (554) vernichten und konnte auf diese Weise seinen

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Isabella I.

* Madrigal de las Altas Torres 22.04.1451, † Medina del Campo 26.11.1504

Königin von Kastilien, zunächst wollte Heinrich IV. von Kastilien Isabella zugunsten seiner Tochter Johanna enterben, doch wich er schließlich vor dem Druck des kastilischen Adels zurück, willigte 1469 in die Eheschließung Isabellas mit Ferdinand von Aragon und in ihre Nachfolge ein, die sie 1474 antrat. Als 1479 Ferdinand auch in seinem Land an die Macht kam, vereinigten die beiden ganz Spanien in ihrer Hand – bis auf das noch maurischen

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Jan Hus

* Husinec (Südböhmen) 1370, † Konstanz 06.07.1415

Tschechischer Reformator, um 1400 nahm Hus eine Lehrtätigkeit an der Universität Prag auf und gewann als Prediger der Bethlehemskapelle im Geiste der Ideen Wyclifs in Böhmen großen Anhang. In den teilweise national gefärbten theologischen Streitigkeiten an der Universität unter lag er 1412 gegen die dortigen deutsche Mehrheit. Papst Alexander V. verhängte über Hus und seine Anhänger den Kirchenbann; sie mussten auf Befehl des

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Heinrich der Seefahrer

* Porto 04.03.1394, † Sagres 13.11.1460

Infant (Prinz) von Portugal, Heinrich war der vierte Sohn König Johanns I. Er förderte als Großmeister des Christusordens die Wissenschaften, insbesondere Mathematik und Astronomie. Heinrich nahm an der Eroberung von Ceuta teil, zeichnete sich dabei als junger Offizier aus und wurde zum Ritter geschlagen. 1437 führte er noch einmal ein Kommando bei einem allerdings gescheiterten Zug gegen Tanger. In der Zwischenzeit

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Johannes Gutenberg

* Mainz 1398, † Mainz 03.02.1468 Deutscher Erfinder des Buchdrucks, obwohl er auch der Patrizierfamilie Gensfleisch stammte, nannte man ihn und er sich Gutenberg. Er beschäftigte sich schon früh mit der Frage, ob es nicht …

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Gratian

(Gratianus), * Ende des 11. Jh, † Bologna vor 1160

Ital. Theologe (Kamaldulensermönch) und Kanonist. – Verfaßte um 1140 ein nach scholastischer Methode angelegtes Lehrbuch des Kirchenrechts (das den ersten Teil des

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Friedrich II.

* Iesi bei Acona 26.12.1194, † Fiorentino 13.12.1250

Römisch-deutscher König (seit 1212) und Kaiser (seit 1220). Friedrich war der Sohn Kaiser Heinrichs VI. Nur selten war er in Deutschland, meist hielt er sich im Königreich Sizilien auf, das er 1198 von seinem Vater geerbt hatte und anfangs unter dem Vormund von Papst Innozenz III., streng zentralistisch regierte. Der Papst baute ich auch zum Gegenkönig von Otto IV. auf, den Friedrich nach der Schlacht bei Bouvines (1214)

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Joachim von Fiore

* in Celico bei Cosenza um 1130, † San Giovanni in Fiore bei Cosenza um 1202

Ital. Theologe, Mönch und Ordensgründer. – Zunächst Abt des Zisterzienserklosters Corazzo, bis er um 1190 in Fiore (Kalabrien) einen eigenen Orden und ein Kloster gründete, um Wege zu einer intensiveren Verwirklichung mönchischer Lebensformen zu suchen. In umfangreichen Schriften, wie in der Concordia Novi et Veteris Testament (Übereinstimmung des Neuen und des Alten Testaments), entwickelte er eine

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Hubert und Jan van Eyck

* Maaseyck 1370 (Hubert) 1390 (Jan), † Gent 18.09.1426 (Hubert), Brügge 09.07.1441 (Jan)

Niederländische Maler, der jeweilige Anteil an den Hauptwerken vor Huberts Tod lässt sich nicht mit Sicherheit abgrenzen. Das gilt vor allem für den Genter Altar, den Jan 1432 vollendete. Gegen seinen Bruder Hubert, der noch stark in der Kunst des 14. Jahrhunderts verwurzelt war, erwies er sich als der geniale Neuerer, der über die Tradition

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Wolfram von Eschenbach

* Wolframseschenbach bei Ansbach 1170, † Wolframseschenbach 1220

Mittelhochdeutscher Erzähler, kaum biografisch erfassbar ist die Person Wolframs, sondern nur aus seinem bedeutenden Werk erschließbar. Es umfasst die großen Versepen “Parzival”, “Willehalm” und “Titurel”, die Ritter- und Minnetugenden in eigenwilliger,

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Meister Eckhart

* Hochheim bei Gotha 1260, † Avignon 30.04.1328

Deutscher Mystiker, früh trat Eckhart in Erfurt in den Dominikanerorden ein, studierte in Köln und lehrte 1293/94 in Paris Theologie. Danach übernahm er die Verwaltung der thüringischen Ordensprovinz, ehe er zehn Jahre später erneut in Paris tätig war. Von 1314 – 1322 war Eckhart Vorsteher des Dominikaner-Konvents in Straßburg und leitete danach die Ordenshochschule in Köln. Eckhart kreiste in seinen mystischen Spekulationen,

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Dominikus

* Caleruega (Provinz Burgos) um 1170, † Bologna 06.08.1221

Spanischer Ordensstifter. – Entstammte dem angesehenen Geschlecht der Guzmán. Studierte in Palencia. 1195 Kanoniker am Domstift von Osma. Seit 1206 entwickelte sich von ihm angeregt in Toulouse eine Genossenschaft von Priestern, die, in völliger Armut

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Jeanne d’Arc

* (Johanna von Orléans) Domrémy-la-Pucelle 1410, † Rouen 30.05.1431

Französische Nationalheldin und -heilige, das Bauernmädchen Jeanne begann als 13jährife Stimmen zu hören, die sie aufriefen, im Namen Gottes Frankreich von den Engländern zu befreien. Sie erhielt 1429 eine Audienz bei König Karl VII., der ihr eine kleine Truppe anvertraute, mit der sie am 8. Mai 1429 den Belagerungsring im Orléans sprengte und

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Bernhard von Clairvaux

* Schloß Fontaine bei Dijon um 1090, † in Clairvaux (Aube) 20.8.1153

Zisterzienserabt, Mystiker. – Stammte aus burgundischem Adel, trat 1112 in das Reformkloster Cîteaux ein, begründete 1115 mit 12 anderen Mönchen Clairvaux, von dem zu seinen Lebzeiten weitere 68 Filialgründungen ausgingen. Der Orden der Zisterzienser 

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Chlodwig I.

* 466, † Paris 27.11.511

Fränkischer König (seit 482), der Sohn des Merowingerfürsten Childerich I. brach nach und nach die Macht aller fränkischen Gaukönige, ehe er sich gegen das Reich des Römers Syagrius wandte. Er besiegte ihn 486 bei Soissons, machte dessen Residenz Paris zum Zentrum seines aufstrebenden Frankenreichs und behauptete es gegen die Alemannen und Westgoten, so dass er schließlich fast ganz Gallien beherrschte. Der Durchstoß zum

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Anselm von Canterbury

* Aosta 1033, † Canterbury 21.04.1109

Scholastischer Philosoph und Theologe. – Seit 1060 Benediktiner in Bec (Normandie), seit 1078 Abt; 1093 Erzbischof von Canterbury. – Seine Bedeutung auf philosophisch-theologischem Gebiet liegt in dem Bemühen, den christlichen Glauben ohne die Autorität von Bibel und Kirche einsichtig zu machen (“credo ut intelligam” – “ich glaube, um zu erkennen”). Im “Proslogion” (“Anrede”, 1078) formuliert er den ontologischen

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Filippo Brunelleschi

* Florenz 1377, † Florenz 15.04.1446

Italienischer Baumeister und Bildhauer. Mit einer Goldschmiedelehre begann Brunelleschi seine Laufbahn, die ihm zu einem der Hauptmeister der architektonischen Frührenaissance machen sollte. Für sein berühmtestes Werk, den Zentralbau der Capella de Pazzi im Klosterhof von Santa Croce in Florenz schuf Brunelleschi eine Vorhalle, von sechs Säulen getragen und mit einem Tongewölbe gedeckt, die zu dem mit einer

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Siger von Brabant

* in Brabant um 1235, † Orvieto 1281/1284

Brabant. scholastischer Philosoph. – Nach Verurteilung von 13 Lehrsätzen (1270) 1276 Anklage wegen Häresie, der er sich durch Flucht entzog; 1277 Verurteilung von 219

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Giotto di Bondone

* Colle di Vespignano (Florenz) um 1266, † Florenz 08.01.1337

Italienischer Maler und Baumeister, wahrscheinlich war Giotto Schüler Cimabues. Er befreite die italienische Malerei sowohl ikonographisch wie in der Form aus der Abhängigkeit von der byzantinischen Kunst. Wegbereitend für ihn waren die Plastik Arnolfos di Cambio, die Malerei Cavallinis und die gotische Bildhauerkunst Frankreichs. In dramatischer Knappheit, mit plastisch gesehenen Figuren, entwickeln sich die biblischen

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Bonaventura

(Johannes Fidanza), * Bagnorea um 1221, † Lyon 15.07.1274

Italien. Theologe, Philosoph und Mystiker. – Seit 1243 Franziskaner, seit 1257 Generalminister des Ordens. 1273 Kardinalbischof von Albano. – Neuplatoniker und Augustinist, setzte sich aber auch mit Aristoteles auseinander. Sein Hauptwerk ist der “Sentenzenkommentar” (1248 begonnen). Nach ihm steht der menschliche Intellekt mit

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Giovanni Boccaccio

* Florenz 1313, † Certaldo (Florenz) 21.12.1375

Italienischer Dichter, der uneheliche Sohn eines Bankkaufmanns war seit 1340 Notar und Richter in Florenz. Als politischer Kopf hoch angesehen, übernahm er für seine Vaterstadt manchen diplomatischen Auftrag (u. a. Gesandtschaft beim Papst). Er war ein Freund

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Hildegard von Bingen

* 1098, † Kloster Rupertsberg bei Bingen 17.09.1179

Dt. Mystikerin. – Trat als Benediktinerin ins Kloster Disibodenberg an der Nahe ein und gründete zwischen 1147 und 1150 das Kloster Rupertsberg bei Bingen. Hatte schon in ihrer Kindheit Visionen, die sie ab 1141 in mittellateinischer Sprache niederschrieb. Im “Scivias” (lat. “Wisse die Wege”) beschreibt sie, wie sie in einer “unio mystica” (mystische Einheit) mit Gott dessen “lux vivens” (lebendes Licht) voll seliger Freude erfährt. Ihre

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Friedrich I. Barbarossa

* 1122, † Kleinasien 10.06.1190

Römisch-deutscher König (seit 1152) und Kaiser (seit 1155), aus dem Geschlecht der der Staufer stammend war Friedrich einer der volkstümlichsten Herrscher des Mittelalters. Einstimmig zum König gewählt, arrangierte er sich mit den deutschen Fürsten und grenzte die Interessen zu Kurie ab. Trotz Scheiterns seiner Norditalienpolitik (1162 Zerstörung Mailands) und des Dauerkonflikts mit dem Papst Alexander III. (1167 Eroberung Roms,

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Averroes

(Arab. Ibn Ruschd), * Córdoba 1126, † Marrakesch 11.12.1198

Arab. Philosoph, Theologe, Jurist und Mediziner. – 1169 Richter (Kalif) in Sevilla, 1171 in Córdoba, 1195 Verbannung wegen Religionsfeindlichkeit seiner Lehre und Verbot seiner Schriften. Rehabilitation kurz vor seinem Tod. Kommentare zu Aristoteles; sein Rationalismus zielt auf Versöhnung von Vernunft und Offenbarung. A. vertritt den

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Franz von Assisi

(Eigtl. Giovanni Bernardone),* Assisi 1181/82, † Assisi 03.10.1226

Italien. Ordensstifter. – Stammte aus wohlhabender Familie. Nach Krankheit und Bekehrungserlebnissen pflegte er Aussätzige und führte ein Bettlerleben. Seit 1209 schlossen sich ihm einige Gefährten an. Er gab ihnen Texte des N.T. als Lebensnorm (erste Regel) und verpflichtete sie als “Mindere Brüder” zum Dienst an Menschheit und Kirche in Armut und Buße. Innozenz III. billigte diese Lebensform 1210 mündlich. Das folgende

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Guido von Arezzo

* Arezzo um 992, † Avellano 17.05.1050

Italienischer Musiktheorethiker, der Benediktinermönch Guido lebte in Pomposa bei Ferrara und später in einem Kloster. Guido von Arezzo ist durch zwei musikalische Erfindungen berühmt geworden, die für die Entwicklung der abendländischen Musik von fundamentaler Bedeutung waren: Er führte das Prinzip der Melodie-Notierung auf vier Linien im Terzabstand ein; zwischen einer roten f-Linie und einer gelben c-Linie platzierte

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Thomas von Aquin

* Burg Roccasecca bei Aquino 1225/26, † Fossanova 07.03.1274

Scholastischer Theologe und Philosoph. – Adliger Herkunft, im Kloster erzogen; studierte ab 1239 die Artes liberales in Neapel; trat 1243 in den Dominikanerorden ein; seit 1245 Studium bei Albertus Magnus in Paris und 1248-52 in Köln; lehrte 1252-56 in Paris, 1259-69 in Orvieto, Viterbo und Rom, 1269-72 wieder in Paris und ab 1272 in Neapel; starb auf der Reise zum 2. Konzil von Lyon.

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Dante Alighieri

* Florenz Mai1265, † Ravenna 14.09.1321

Italienischer Dichter, der aus einer Patrizierfamilie stammende Dante wurde zum Begründer der italienischen Literatursprache und zu einem der einflussreichen Poeten der Geistesgeschichte. Als Parteigänger der kaisertreuen Ghibellinen 1301 aus Florenz

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Peter Abälard

* Le Pallet bei Nantes 1079, † Kloster Saint-Marcel bei Chalon-sur-Saône 21.4.1142

Frz. Theologe und Philosoph. – Schüler des Roscelin von Compiègne, später Wilhelm von Champeaux. Lehrte insbesonders Dialektik in Melun, Corbeil und Paris, wo seine Liebe zu Heloise, seiner Schülerin, begann, deren Oheim, der Kanoniker Fulbert, ihn entmannen ließ. Gilt als richtungsweisender Hauptvertreter der Frühscholastik vor allem auf den Gebieten der Logik, Erkenntnistheorie und einer philosophisch fundierten Theologie. Im

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