Chrétien de Troyes

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* Troyes 1135, † 1190

Französischer Epiker, er lebte und schrieb an den Höfen Philipps von Flandern und der Marie de Champagne; Vermutungen gehen dahin, dass er ursprünglich Geistlicher war. Seine Versepen, u. a. “Érec et Enide” (um 1165), “Lancelot” (um 1170), sind die ersten großen europäischen Romanwerke. Sie erzählen spannend von Liebe und Abenteuern und es ist erster Linie die Versform, die sie von modernen Prosawerken unterscheidet. Natürlich spiegeln sie auch ein völlig anderes, höfisches Lebensgefühl. König Artus ist für Chrétien das Symbol vollendeten Rittertums, seine Tafelrunde das Idealbild der ritterlichen Gesellschaft. Im Kämpfen und Dulden findet der Ritter Chrétiens zu sich selbst, aber nicht im Sinne individuellen Heldentums, sondern in der Unterordnung und einem Gemeinschaftsideal.

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