Marktsiedlungen

Im 10. und 11. Jahrhundert unterhielten italienische Städte, wie Venedig, Genua und Pisa, Handelsbeziehungen zu Byzanz und zu Levante. So gelangten orientalische Waren, wie Seide, kostbarer Schmuck und Gewürze soviel Gold, Silber, Waffen und Wein, nach Europa. Italiener, Byzantiner und Levantiner kamen über die Alpen, um diese Luxuswaren an reiche deutsche Feudalherren zu verkaufen. Für ihre Waren handelten sie Pelze, Leder, Wach, Erze und Salz und Metallwaren ein.

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Stadt im Mittelalter

Mit der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität konnte sich ein wachsender Teil der Bevölkerung anderen Tätigkeiten als der Nahrungsproduktion widmen. Dies führte zur Arbeitsteilung und Spezialisierung, die Handwerk und Handel entstehen ließen. Der Markt als Ort des Warentausches und die Geldwirtschaft entfalteten sich als notwendige Konsequenzen. Die

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Die Städtebündnisse

Frühzeitig gewähren sich einzelne Städte gegenseitig besondere Handelsvorteile (Meistbegünstigungsverträge, der erste 1171 zwischen Köln und Dinant in Lothringen) oder verbinden sich zur Sicherung ihrer Verkehrsstraßen (1241 Lübeck und Hamburg). Allmählich bilden sich auf Grund gemeinsamer Handelsinteressen verschiedene Gruppen von deutschen Städten.

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Kennzeichen der Stadt

Das wichtigste Kennzeichen der Stadt war der Markt, der zu bestimmten Zeiten abgehalten wurde. Das Marktrecht gib ursprünglich vom König aus, Unter seinem „Frieden“ fand der Markt statt. Deshalb errichtete man auf dem Markte ein Kreuz oder ein Fahren als Sinnbild des Königsschutzes. In norddeutschen Städten wurde stattdessen gerne eine Rolandstatue aufgestellt.

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Die Bevölkerung der Stadt

Wie allenthalben im Mittelalter finden wir auch in der Stadt die Bevölkerung streng in Gruppen geteilt. Obenan standen die Geschlechter (Patrizier), die von Vollfreien und Adligen abstammten. Sie trieben den Handel im Großen und waren reiche Grundbesitzer. Aus ihrer Mitte wurde der Rat der Stadt und der Bürgermeister gewählt.

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Politik in der mittelalterlichen Stadt

In den Anfängen ihrer Entwicklung standen die Städte ebenso wie das umliegende Land unter feudaler Herrschaft, unter der Herrschaft eines Stadtherrn. War ein Bischof oder der König selbst der Stadtherr, dann ernannte er seinen Stadtvogt oder Burggrafen, der an seiner Statt mit seinen Dienstleuten den Marktfrieden sicherte und das Münz, Zoll- und Gerichtsrecht ausübte. Von den Bürgern forderte der Stadtherr Gerichtsgebühren, Torzölle, Abgaben für ihr Grundstück und für die Verkaufsstände auf dem Markt.

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Häuser in der mittelalterlichen Stadt

In den mittelalterlichen Städten war bei den Bürgerhäusern und Werkstätten – sofern diese nicht ohnehin zusammengezogen waren – hauptsächlich der Fachwerkbau gebräuchlich. So wurden in der Holzskelettbauweise sog. Gefache aus senkrechten, waagrechten und schrägen Balken durch Holzbohlen und Flechtwerk mit Lehmbewurf geschlossen. Nichttragende, dünnere Sprossen stützen Gefache und begrenzen Fenster und Türen. Mit dem Beginn des mehrgeschossigen Hausbaus im 13. Jahrhundert wurden zur Versteifung der Wandkonstruktion Schräghölzer notwendig. Schon im 13./14. Jahrhundert gab es diese Art der Konstruktion in Verbindung mit stockwerkbildenden Elementen. So wurden besonders an der Hausfront vor das

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Das Stadtbild

Das Herz der Stadt war der Marktplatz, wo es von Buden und Verkaufsständen wimmelte. Mächtig und breit stand dort das stolze Rathaus. In seinen feuerfesten Kellergewölben ruhten wohl verwahrt die kaiserlichen Freiheitsbriefe der Stadt und in der Trinkstube des Ratskellers stärkten sich die Stadträte nach langer Beratung an einem guten Schoppen. Im Erdgeschoss wurden die Waren der fremden Kaufleute geprobt. Da gab es Ballen und Fässer in Menge. Händler und Amtsschreiber drängten sich durcheinander. Im ersten Stock aber war der große Sitzungssaal, wo ein gestrenger Rat trage, wo auch manch frohes Fest gefeiert und der Kaiser bewirtet wurde, wenn er seine Stadt besuchte.

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Das Machtgefüge innerhalb der Städte bzw. die Sozialstruktur der mittelalterlichen Stadt

Nach einem langen und hartnäckigen Kampf, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte, erlangte die Mehrzahl der Städte ihre Unabhängigkeit. Alle Stadtbewohner galten als frei, Selbst die leibeigenen Bauern wurden frei, wenn sie ein Jahr und einen Tag in der Stadt gelebt hatte. Die Städte erhielten eine eigene Verwaltung.

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