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Sella stercatoria (sedes st., sedia st. = Kotstuhl). Sessel, dessen Sitzfläche wie bei einem röm. Badesessel, Abortsitz oder Geburtsstuhl durchbrochen oder in geeigneter Weise ausgeschnitten ist. Vom 11. bis zum 16. Jh. mussten neugewählte Päpste auf einem derartigen Stuhl Platz nehmen. (Als erster Proband auf der sella stercatoria gilt Papst Benedikt IIX., 1012-1024.) – Als Begründung dieser eigenartigen Zeremonie wird zum Einen angegeben, dass sie dem Papst die Vergänglichkeit alles Irdischen auf drastische Weise bewusst machen sollte; nach anderer Deutung diente die sella stercatoria als Untersuchungsstuhl, um das Geschlecht des neuen Pontifex handgreiflich zu überprüfen – sollte doch der unsägliche Skandal verhindert werden, dass ein zweites Mal eine Frau auf den Thron Petri gelange (s. Johanna). Zu diesem Zweck hatte der jüngste Diakon unter den Stuhl zu kriechen, die Männlichkeit des ohne Unterwäsche darauf Sitzenden zu prüfen und durch die Feststellung „Habet testiculos!“ (Er hat Hoden!) oder „Mas nobis nominus est!“ (Unser Erwählter ist männlich!) laut zu bekunden, was die Kardinäle im Chor mit „Deo gratias!“ (gelobt sei Gott!) beantworteten. Heinrich von München erwähnt in seiner „Weltchronik“ (1. Hälfte 14. Jh.), am Ende des Kapitels über die Päpstin Johanna, die Geschlechtsprüfung neugewählter Päpste als zu jener Zeit üblich. Ein marmornes Exemplar eines derartigen Sitzes ist in den vatikanischen Museen erhalten.
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