Wagner

Cinque Terre Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke 69 einzigartige Motive, die die Magie der Dubai-Schokolade einfangen! Dieses Malbuch entführt dich in eine Welt aus luxuriösen Schokoladentafeln, orientalischen Mustern und ikonischen Elementen Dubais. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Wagner (mhd. wagener, ahd. waginari; v. ahd. wagan = das Sichbewegende; auch stellemacher, stellmecher [zu mhd. stelle = Gestell], Rademacher; mlat. aurigifex, carpentarius, currarius, currifex, rotarius). Produkte der Wagner waren Speichenräder, Wagen, Karren und Kufenschlitten verschiedener Art, landwirtschaftliche Geräte wie Pfluggestelle, Eggen, Deichseln, Leitern und Werkzeugstiele. Mehr Zeit als für die Herstellung dürften die Wagner für die ständig anfallenden Reparaturarbeiten aufgewendet haben. Wagner waren vielfach auf die Zusammenarbeit mit anderen Handwerken angewiesen. So mit Schmieden (eiserne Radreifen, Eisenteile des Pflugs, Beschläge), mit Schlossern (Scharniere, Bänder) und Riemern oder Sattlern (Lederriemen zur Aufhängung des Wagenkastens).

Wagnerzünfte finden sich seit dem 14. Jh. in den bedeutenderen Städten wie Nürnberg, Augsburg, Wien und Lübeck. Andernorts waren sie den Zünften von Zimmerleuten, Drechslern, Schreinern, Kummetmachern oder Küfern zugeordnet. Im übrigen war das Wagnerhandwerk ein typisches Landhandwerk. Die Lehrzeit betrug meist nur zwei Jahre, jedoch mussten Gesellen zur Meisterprüfung eine fünfjährige Wanderschaft nachweisen.

Manche Werkzeuge der Wagner gleichen weitgehend denen der Tischler, so etwa Axt, Hacke, Querbeil, Hobel und Hohleisen. Speziell für den Wagnerberuf bildeten sich große Hohlbohrer (Naben-, Nieten- und Felgenbohrer), Zieh- und Felgenmesser, Holzhämmer, Beitel und Zirkel. Für die serielle Herstellung mancher Werkstücke gab es eine Vielzahl von Schablonen. Holzsorten wurden je nach Verwendungszweck ausgewählt: Ulme wurde für Radfelgen und Naben genommen, Eiche für die Speichen, Esche für Deichseln, Buche für den Wagenkasten.

(s. Rad, Kutsche, Leiter, Schlitten, Wagen)

Keine Produkte gefunden.

Nach oben scrollen