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| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
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Wahrheit (mhd. warheit; lat. veritas. Der Anspruch einer Aussage, wahr zu sein; die Identität von Aussage über einen Sachverhalt und von Sichverhalten der Sache selbst). Der Kirchenvater Augustinus setzt Gott mit der Wahrheit in eins: Gott ist die Wahrheit. Wer sie denkend erfassen will, muss in sich selbst, bei seiner „übersinnlichen Seele“ einkehren; nur hier, nicht in der sinnlich erfassbaren Außenwelt gewinnt man die Wahrheit („noli foras ire, in te redi, in interiore homine habitat veritas“). Dem scholastischen Denken galt Wahrheit als das Sich-Zeigen, das Offenbarwerden der wirklichen Dinge. Demnach war Wahrheit der Wirklichkeit nachgeordnet, Wahrheitssuche galt nicht einer Wahrheit an sich, sondern einer zugrundliegenden Wirklichkeit. Dinge, von denen man durch göttliche Offenbarung oder mystische Erfahrung Kenntnis hatte, zählten zu den „Glaubenswahrheiten“; solche, die der natürlichen Erkenntnis zugänglich waren, galten als „Vernunftwahrheit“. Das Bestreben christl. Philosophie galt – mit unterschiedlicher Gewichtung – dem Zusammendenken dieser beiden Wahrheitsbereiche. Während Thomas von Aquin lehrt, dass das natürliche Wissen von der Welt Voraussetzung für die Erkenntnis des Glaubens sei, hält sein Gegner John Peckham dagegen, dass nur die Erkenntnis bestimmter, wichtiger Teile der Schöpfung wesentlich für die Erkenntnis der Glaubenswahrheit sei.
Geistliche und historiographische Literatur berief sich auf die geoffenbarten und auf die sich heilsgeschichtlich entwickelnden Wahrheiten. Die fiktionale Literatur nahm für sich in Anspruch, dass sie Wahrheiten aus didaktischen Gründen in erfundene Personen und Ereignisse kleide, um sie dem Leser interessanter und einsichtiger zu machen.
Der mittelalterliche Naturwissenschaft galt als „wahr“, was in den Lehren früherer Autoren überliefert war, und so wurden deren Werke kritiklos abgeschrieben und weitergegeben, beriefen sich Schriftsteller auf berühmte Quellen, um ihren eigenen Schriften größeren Wahrheitsanspruch zu verschaffen. Erst im Spätmittelalter gewannen eigene Beobachtung und Erkenntnis zunehmend an Gewicht für die „wahre“ Beschreibung der Wirklichkeit.
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