Würde

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Würde (mhd. wirde, wierde; lat. dignitas, auctoritas). Im Mittelalter verstand man unter dem Begriff „Würde“ das hohe Ansehen, den herausragenden gesellschaftlichen Rang, die erhabene Amtsstellung eines Menschen. Demnach bezog man Würde zunächst auf hohe weltliche und geistliche Amtsinhaber (Würdenträger) wie Könige, Fürsten, Erzbischöfe, Bischöfe oder Äbte, die sie aus der Herrlichkeit und Gewalt ihres Ranges bezogen. Sinnfällige Inszenierungen gaben der Würdigkeit (mhd. werdec-heit) Ausdruck: prachtvolle Gewandung, gemessene Bewegungsart, erhöhter Stand und Sitz, Begleitung durch Dienstpersonal, freigebiges Austeilen von Schenkungen, höfisches bzw. kirchliches Zeremoniell mit wertvollen Requisiten und mit Ehrenbezeugungen seitens der Anwesendenu.a.m.

Um dem Bild einer würdevollen Persönlichkeit zu entsprechen, sollte der/die Betreffende weder zu jung und unreif noch alt und gebrechlich sein, sie sollte gepflegt, kraftvoll und bei guter Gesundheit sein und dem Schönheitsideal der Zeit entsprechen.

Würde und Amt sowie damit verbundene Rechte konnte man auch verlieren, nämlich wenn man in Schande (infamia) fiel. In der Infamierung sozial Hochstehender ist gleichsam ein Ersatz für die Todesstrafe zu sehen.

Nicht durch Herkunft, hierarchische Stellung oder Amtsgewalt ausgezeichnet waren die meisten Heiligen und Märtyrer. Ihre Herrlichkeit und Würde beruhte allein auf der Nähe zu Gott.

(Der Gedanke, dass jedem Menschen, gar jedem Tier Würde zuzuerkennen sei, war dem Mittelalter fremd.)

(s. Ehre; Ehrenstrafe; Gebärdensymbolik; knien; Laster; Meintat; Ritual; Ritterwürde, Verlust der; Schande; Schönheitspflege; Zeremonie)

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