Bardsenmeister

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Barsenmeister (zu barse, barka, bardisa, baardse = kleines, flachgehendes Flussschiff mit Riemenantrieb). Seit der Mitte des 15. Jh. für Hamburg belegte Bezeichnung für den Besitzer einer Barse, der als städt. Beamter für die Fahrwassermarkierung (Tonnen, Baken) der Elbe zuständig war. Die Tonnen wurden zu Beginn der Schifffahrtssaison (Anfang der Fastenzeit) ausgelegt und am Winterbeginn wieder eingeholt. Zudem mussten weggeschwemmte Tonnen ersetzt, das Fahrwasser bei Änderung des Flussbetts neu betonnt und Baken instand gehalten werden. Die Arbeiten wurden von Bord einer Barse aus verrichtet. Dem Barsenmeister standen Hilfskräfte (nautae, socii, vasalli) zur Seite, die von der Stadt mit Geld und Naturalien (Bier, Nahrungsmittel, Holz) entlohnt wurden. Der Barsenmeister selbst bezog ein festes Grundgehalt und wurde zusätzlich pro Einsatz bezahlt. Anfertigung und Reparatur der Baken und Tonnen besorgten Zimmerleute, Böttcher, Schmiede, Seiler und Teerer.

(s. nautische Orientierung, Seezeichen)

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