|
|
|
| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
| Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. | Entdecke 69 einzigartige Motive, die die Magie der Dubai-Schokolade einfangen! Dieses Malbuch entführt dich in eine Welt aus luxuriösen Schokoladentafeln, orientalischen Mustern und ikonischen Elementen Dubais. | Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt. |
Bauhandwerker. Die Holzbauten des Frühmittelalter entstanden als Eigenleistung Ungelernter, meist mit Nachbarschaftshilfe. In Steinbauweise errichtete Königspfalzen, Kloster- und Kirchenbauten dieser Zeit waren das Werk zugezogener baukundiger Mönche und Laienbrüder oder freier wandernder Bauhandwerker aus dem Mittelmeerraum. (So ließ beispielsweise noch 1015 Bischof Meinwerk kirchl. Bauten in Paderborn von „griechischen“ Werkleuten errichten.) Mit den wachsenden Ansprüchen beim Bau von Kirchen, Burgen und Städten wuchs die Zahl der Baugewerbe, die sich vom Hochmittelalter an zünftig organisierten. Zu den Bauhandwerkern zählten: Brettschneider (Säger), Dachdecker, Glaser, Kleiber, Maurer, Mörtelmacher, Putzer und Tüncher, Schmiede, Steinbrecher, Steinmetze, Zimmerleute und ein Heer von Hilfsarbeitern für die verschiedensten Dienste. Es darf angenommen werden, dass ein Teil der ungelernten Hilfarbeiter Frauen waren.
Die Arbeitszeit im Bauhandwerk war stärker als heute von Witterung und Jahreszeit abhängig. Wurde im Sommer zwischen 4 Uhr und 19 Uhr bei drei Pausen 11 bis 13 Stunden lang gearbeitet, so kam man im Winter – sofern überhaupt gearbeitet wurde – allenfalls auf sieben Arbeitsstunden. Sonntage waren, ebenso wie die zahlreichen Feiertage, arbeitsfrei; am Samstag wurde verkürzt gearbeitet, um Gelegenheit zum Besuch im Badhaus zu geben. Die Zahl der Bauarbeiter auf einer mittelalterliche Kirchenbausstelle war starken jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Waren im Winter nur minimale Stammbesetzungen (Meister, Steinmetze, Hüttenknecht) vor Ort, so kamen mit dem Beginn der Bausaison um Ostern Hilfskräfte aus den ländlichen Gebieten dazu; deren Zahl nahm in der Erntezeit (Juli – September) stark ab, um danach bis zum Ende der Bausaison noch einmal größer zu werden. Beim Klosterneubau Maulbronn (1147 – 1220) sollen während der Bausaison etwa 150 Steinbrecher und Transportarbeiter, 150 Steinmetze und Maurer sowie 50 Schmiede, Wagner und Zimmerleute, zusammen also 350 Arbeiter beschäftigt gewesen sein. Winters arbeiteten beispielsweise auf der Dombaustelle von Wien (1416) lediglich der Meister, zehn Steinmetze und ein Hüttenknecht.
Da die Lohnkosten einen erheblichen Teil der Baukosten ausmachten, kam eine wachsende Zahl technischer Hilfsmittel auf, wie z.B. Schubkarren, Kran und Mörtelmischwerk.
(s. Baumaterialtransporte)
Keine Produkte gefunden.