Dresden

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Dresden (sorb. Drezd’any = Sumpfwaldleute). An einer Furt am Mittellauf der Elbe bestand im Frühmittelalter auf dem rechten, östlichen Ufer eine sorbische Siedlung, der gegenüber zu Beginn des 13. Jh. eine markräflich meißnische Burg und eine Siedlung entstanden (1206 als Dresdene erwähnt). Diese wurde 1216 zur Stadt erhoben, 1299 erstmals ummauert, entwickelte sich zum Mittelpunkt des regionalem Handels und Bergbaus und stieg 1270 zur Hauptstadt der meißnischen Mark auf. 1287 ist die steinerne Elbbrücke bezeugt, welche an der Stelle der heutigen Augustusbrücke Dresden mit dem rechtselbischen Altendresden (seit 1403 Stadtrecht, heute “Neustadt”) verband. 1292 wurde mit der Einführung des Bürgermeisteramtes das Stadtrecht befestigt. 1349/50 wütete die Pest in Dresden. Nachdem die Stadt für kurze Zeit böhmisch war, kam sie an den Markgrafen von Brandenburg und 1485 an die Albertinische Linie der Wettiner. 1491 verwüstete ein Brand einen Großteil der Altstadt; beim Wiederaufbau entstanden gemäß einer neuen Bauordnung überwiegend Steinhäuser mit Ziegeldächern. Von Dresdens mittelalterliche Bausubstanz ist deswegen – und vor allem wegen eines verheerenden englisch-amerikanischen Bomberangriffs am 13./14. 2. 1945 – nichts erhalten. Der Umbau der Burg der Altstadt zum Schloss geschah ab 1500.

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