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Flaschenkürbis (mhd. vlaschen-kürbiz; lat. cucurbita; grch. kolokynte; botan. Cucurbita lagenaria). Eine einjährige Rankpflanze mit weißen Blüten und kugel-, birnen- oder keulenförmigen Früchten. Fruchtfleisch und Kerne sind essbar, die verholzten, wasserdichten Schalen von 4 – 6 mm Wandstärke dienten als Gefäße zur Aufbewahrung von Honig, Pech, Wein etc.
Die Gemüsepflanze war spätestens 2500 v.u.Z. in Ägypten kultiviert worden und findet sich auf ägypt. Wandgemälden. Von Afrika kam er nach Griechenland und Italien. Der grch. Naturphilosoph Theophrast (gest. ~ 280 v.u.Z.) und die röm. Schriftsteller Columella (gest. 70 u.Z.) und Plinius d. Ä. (gest. 79 u.Z.) beschreiben die Züchtung der Pflanze, sowie ihre Verwendung als Nahrungsmittel, als Flüssigkeitsbehälter und als Schwimmhilfe. Nördl. der Alpen wird durch röm. Besatzer und durch christl. Mönche heimisch gemacht und erscheint im Pflanzenverzeichnis Karls d. Gr. (Capitulare de villis, 794), bei Walahfrid Strabo (Liber de cultura hortorum, ~ 840), bei Hildegard v. Bingen, Konrad v. Megenberg und Albertus Magnus erwähnt.
Die Pflanze wurde von mittelalterliche Heilkundigen als feucht ünd kühlend eingestuft und von daher gegen „hitzige“ Krankheiten von Leber, Nieren, Blase und jederlei Fieber verschrieben. Die reifen Früchte (Kerne) – den Gliedern bestimmter Bandwurmsorten ähnlich – sollten gemäß der Signaturenlehre gegen Bandwurmbefall helfen.
Unter dem Namen gurde (v. frz. gourde = Kürbis) war eine Trinkflasche bekannt, die aus einem ausgehöhlten und getrockneten Flaschenkürbis bestand und ein unverzichtbares Utensil der Pilgerausrüstung war.
(Nach der Entdeckung der Neuen Welt kam im 16. Jh. der „Indianische Kürbis“ (cucurbita indica) nach Europa, der nach und nach den Flaschenkürbis verdrängen sollte.)
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