Hofkapelle

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Hofkapelle (mlat. capella regia). Die capellani am Königshof (Hofkapläne) hatten seit Karl d. Gr. neben ihren geistl. Aufgaben auch Verwaltungsdienste zu leisten, indem sie Urkunden entwarfen und fertigten und als Notare dienten. An der Spitze der Hofkapelle stand der Erzkaplan (archicapellanus) im Range eines Abtes, später eines Bischofs. Ihm unterstand der archicancellarius, ebenfalls ein hoher geistl. Würdenträger. Nachdem vom 9. Jh. an beide nicht mehr ständig mit dem königl. Hof reisten, wurde die Leitung der Hofkapelle einem cancellarius (s. Kanzler) übertragen. Unter Otto I. wurde die Hofkapelle zur hohen Schule des geistlichen Reichsbeamtentums, aus dessen Reihen der Kaiser die Reichsbischöfe berief. Erzkaplan (später Erzkanzler) war seit 965 der Erzbischof von Mainz. Vom 12. Jh. an verlor die Hofkapelle an Bedeutung, die königliche Kanzlei (cancellaria regalis) wurde eine eigenständige Behörde. (s. Reichskanzlei)

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