Johann von Konstanz

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Johann von Konstanz. Der Dichter ist wahrscheinlich identisch mit dem zwischen 1281 und 1312 in Zürich urkundenden Johannes von Konstanz, der in Dokumenten zusammen mit Angehörigen des sog. Manessekreises erwähnt wird. Um 1300 schrieb er seine “Der werden Minne Lehre”, eine der frühesten dt. Minnereden größeren Umfangs. Zusammen mit Minneliedern wurde sie bereits in die um 1300 entstandene Weingartner LHS aufgenommen. In 2.550 Reimpaarversen berichtet der Ich-Erzähler, wie er sich unsterblich verliebt, im Traum von der Liebesgöttin (Frau Minne) Rat für die rechte Werbung erhält, diesen in die Tat umsetzt und ans Ziel seiner Wünsche gelangt. Zahlreiche Motive und Handlungsabläufe weisen den Autor als Kenner der zeitgenössischen dt. und frz. Literatur aus. Seine virtuosen Eindeutschungen lat. Textstellen legen den Schluss nahe, dass er Kleriker gewesen ist. Ziel der Dichtung ist, den Leser zu lehren “Wie man nach liebe werben soll”, ihm Anleitungen zur Kunst der Verführung – einschließlich der Kunst des Minnebriefe-Schreibens – zu geben. Johanns “Minnelehre” fand große Verbreitung und begründet eine lange Gattungstradition, ohne jedoch größere Wirkung auf spätere Dichter zu erlangen.

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