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Kunst (das mhd. Wort kunst [ahd. chunst] wurde ursprünglich zur Eindeutschung von „ratio“, „facultas“ und „scientia“ benutzt, stand also für Verstand, Fähigkeit, Wissen, Technik. Erst von der 2. Hälfte des 13. Jh. an hat es den ahd./mhd. Begriff „list“ verdrängt, der außer für Weisheit, Lehre, Zauberkunst auch für moderne Begriffsinhalte wie „Handwerk“, „Kunsthandwerk“ und „bildende Kunst“ stand). Unter ars (lat, = Kunst) verstand man im Frühmittelalter außer den septem artes liberales auch die artes mechanicae, also das, was heute als „Handwerk“, „Kunsthandwerk“ und „Kunst“ bezeichnet wird – Kunst und Handwerk wurden zu der Zeit noch als Einheit aufgefasst. Handwerker oder Künstler (artifex) war einer, der nach festen Regeln etwas Künstliches macht (artem faciat). Isidor von Sevilla: „Ars vero dicta est, quod artis praeceptis regulisque constat“ (Ars wird zu Recht so genannt, weil sie aus festen Regeln und Vorschriften besteht). Alkuin nennt unter der Bezeichnung „ars mechanica“ (Handwerkskunst) um 800 erstmals gesondert Holz-, Metall- und Steinbearbeitung. Der Gelehrte Hugo von St. Victor führt um 1125 die „septem artes mechanicae“ als Entsprechung der „Sieben freien Künste“ ein.
In der Kunstphilosophie des Frühmittelalter standen sich zwei Auffassungen gegenüber: eine karolingische, die in den „Libri Carolini“ (um 790) ihren Niederschlag fand und Kunst als rein handwerkliche Hervorbringung abqualifizierte, und eine anglo-irische, welche auf eine Spiritualisierung der Kunst abzielte. Die Verordnung Karls wandte sich gegen die im Volksglauben verbreitete Bilderverehrung; Bilder von Heiligen seien Menschenwerk, im Wert den Erzeugnissen von Schmieden, Steinmetzen, Zimmerleuten oder Bauern gleichzusetzen. Ein anderer Geist spricht aus der Preisrede auf Bischof Wilfrid von York (634 – 709), dem Erbauer der Kirche von Hexham (Northumbria), in welcher diesem göttliche Inspiration bescheinigt wird: „… spiritu dei doctus opere facere excogitavit …“. Ca. 100 Jahre später spricht Johannes Scotus Eriugena (um 810 – nach 877) vom „intellectus artificis“ und vom „intellectus artis“. Im gleichen Sinn äußert sich der kunstsinnige Abt Suger von St. Denis (um 1081 – 1151), wenn er von der Funktion christlicher Kunstwerke als Quelle religiöser Inspiration spricht („per materialia ad immaterialia, per sensibilia ad intellectualia“).
Produkte schöpferischer Tätigkeit aus den Bereichen von Sprache und Musik wurden im Mittelalter nicht ohne weiteres der Kunst zugerechnet, sie unterlagen wechselnder Beurteilung. Poetik wurde zunächst im Zusammenhang mit Rhetorik, Grammatik und Metrik betrachtet. Erst im 12./13. Jh. setzte man sich mit einer Theorie der artes poeticas auseinander und anerkannte den künstlerischen Wert des modus poeticus. – Von Musik wurde – neben ihrer praktischen Ausübung – ursprünglich nur als einem Teilfach des Quadriviums gehandelt; musica activa oder m. practica stand neben der m. speculativa oder m. theoretica, wobei Letztere ungleich höher bewertet wurde. Erst gegen Ende des Mittelalter kam die musica poetica (Kompositionslehre) dazu, die sich mit der Ästhetik musikalischen Schaffens auseinandersetzte.
Im Spät-MHD. bezeichnete man als Künste auch Maschinen, wie etwa die Wasserkünste oder andere bergmännische Künste.
(s. Ästhetik, Künstler, Stilepochen mittelalterlicher Kunst; Architektur, Bildteppiche, Bronzeguss, Buchmalerei, Deckenmalerei, Elfenbeinschnitzerei, Gessomalerei, Glasmalerei. Goldschmiedekunst, Hinterglasmalerei, Holzbildhauerei, Kupferstich, gotische Malerei, karolingische Malerei, romanische Malerei, Mosaiken, Plastik (karolingische, romanische, gotische Pl.), Porträt, Relief, Skulptur, Stuck. Tafelmalerei, Technik, Wandmalerei (s. gotische Wandmalerei, karolingische Wandmalerei, romanische Wandmalerei); Musik; Lyrik, Poetik)
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