Makler

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Makler (v. ndl. makeln = machen, tun, handeln; seit dem 13. Jh. als mnd. maekeler belegt, seit dem 17. Jh. auch im Hdt. gebräuchlich; mhd. köufel, köufelaere = Händler, Vermittler). Fernhandelsleuten war im Hochmittelalter und Spätmittelalter an allen bedeutenden Handelsplätzen des christl. Abendlandes üblicherweise verboten, untereinander direkt Geschäfte abzuschließen. Als unparteiische Vermittler fungierten Makler (erstmals erwähnt in Genua, 1154), die von der Obrigkeit verpflichtet und in Zünften organisiert waren. Sie durften kein weiteres Geschäft und keinen Handel ausüben, waren meist auf eine bestimmte Warengattung spezialisiert und gehalten, bei Geschäftsabschlüssen ihre Mitbürger zu bevorzugen. Sie hatten von dem amtlich festgelegten Maklerlohn einen gewissen Satz an die Stadtkasse abzuführen; den Lohn erhielten sie entweder von einer Handelspartei oder von beiden je zur Hälfte. Vereidigte Makler dienten den Behörden als amtliche Schätzer und Gutachter und berieten sie bei amtlichen Preisfestsetzungen. Sie hatten Buchführungspflicht und waren vom Eigenhandel ausgeschlossen.

(s. Börse)

Nach oben scrollen