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Pfau (mhd. phawe, phaw, phaewinne [seit dem 6. Jh. belegt]; v. lat. pavo; wiss. Pavo cristatus). Ursprünglich in Indien und Sri Lanka beheimatet, kam der den Hühnervögeln zuzurechnende Pfau über Mesopotamien, Griechenland und Italien in die römischen Provinzen an Rhein und Donau. Pfauenhähne waren gleichermaßen als Ziervogel wie als kulinarische Delikatesse beliebt. Ihre zum „Rad“ aufgestellten augengeschmückten, überlangen Schwanzfedern und ihr Federkrönchen hoben die Hähne auf spektakuläre Weise von den unscheinbaren rebhuhnähnlichen Hennen ab. Zusammen mit der Römerherrschaft ging nördlich der Alpen auch die Pfauenhaltung zu Ende. Erst im Frühmittelalter erlebte sie eine Wiederbelebung, so etwa auch an den Gutshöfen Karls d. Gr. In den Gärten von Burgen und Palästen erfreute man sich wieder am Anblick der balzenden Pfauenhähne, auf den Festtafeln bildete der in sein Federkleid gehüllte Pfauenbraten einen prächtigen Blickfang.
Der hl. Augustin hielt Pfauenfleisch für unverweslich – was wohl der konservierenden trocken Wüstenluft seiner Heimat gutzuhalten war. – Wohl infolge der ihm zugeschrieben Unverweslichkeit galt der Pfau als Sinnbild der Auferstehung Christi und des ewigen Lebens. – Eine negative Charakterisierung gibt Freidanks „Bescheidenheit“ (1229): „Der pfawe dibes sliche hat, tiuvels stim und engels wat“ („Der Pfau schleicht wie ein Dieb durchs Land, hat Teufels Stimm´ und Engels G´wand“). Als geckenhaft und lästerlich galt der Pfauengang: „Mit pfawenschritten gebaret ir, ir tugendeloser lasterbalk“ (Der Meißner).- Im mittelalterliche Volksglauben wurde Organen und Ausscheidungen des Pfaus besondere Heilkraft zugeschrieben. (Pfauenschmalz „benimpt das darmgiht, so von kalter feüchte kommen“; Pfauenkot sollte gegen Epilepsie helfen, Pfauenhirn gegen Schwindel.) Dem „Auge“ der Pfauenfeder wurde magische Kraft zugeschrieben: es konnte abträgliche Wirkung haben wie der Böse Blick, aber auch Dämonenabwehr bewirken. Der Rauch von Pfauenfedern förderte den Monatsfluss („hilft für den Fluß Haimligkeit“).
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