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ratio (lat., u.a. = Denken, Vernunft; zu reri = (be)rechnen, meinen). Eines der vieldeutigsten Wörter der lat. bzw. mlat. Sprache. Nach Boethius war zwischen der ratio (der auf das Wesen der materiellen Dinge gerichteten Vernunft) und dem intellectus (der auf das Göttliche und Ewige gerichteten Geisteskraft) zu unterscheiden. Für Anselm von Canterbury, den „Vater der Scholastik“, lag das wesentliche Merkmal der ratio in der Fähigkeit, gut und böse, wahr und unwahr zu unterscheiden. Thomas von Aquin lehrte, ratio und intellectus seien keine zwei Seelenteile, vielmehr verschiedene Potenzen derselben Seele. Die Vorgehensweise der ratio sei die Abstraktion; daher könne auch der von der Materie abstrahierte Begriff „ratio“ genannt werden. Der Intellekt sei dagegen das Vermögen, das „sofort“ im Besitz der ersten Prinzipien ist. Meister Eckhart verwendete „ratio“ als Bezeichnung für den göttlichen Logos und die Ideen der geschaffenen Dinge in ihm. Nichts sei gleichzeitig so ähnlich und so unähnlich, wie die „res“ und ihre „ratio“. So ist die Idee des vergänglichen Kreises weder vergänglich noch kreisförmig, und doch ist sie dessen Grund und Prinzip. Bei Nikolaus Cusanus ist die ratio die Fähigkeit zu unterscheiden, zu vergleichen, zu zählen und zu benennen. Ihre Sprache und Logik seien endlich und daher unzureichend für die „coincidentia oppositorum“, die Auflösung der endlichen Widersprüche im Unendlichen.
(s. Glaube, Vernunft)
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