Riga

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Riga. Etwa 15 km oberhalb der Mündung der Düna in die Rigaer Bucht der Ostsee und nahe einem alten Handeslplatz gründeten 1158 am rechten Ufer Lübecker Kaufleute eine Niederlassung für den Handel mit Rußland. Bischof Albert von Appeldern (Albert von Livland) machte den Ort 1201 zur Stadt und betrieb von hier aus mit Hilfe des 1202 gegründeten Schwertbrüderordens (fratres miliciae Christi de Livonia) die Mission im Baltikum. Riga wurde 1255 Erzbistum und trat 1282 der Hanse bei. Der Schwertbrüderorden von Livland nutzte die Stadt als Basis seiner Züge gegen die paganen Liven und Litauer, ehe er nach seiner Niederlage (1336) mit dem Deutschritterorden fusionierte. Die Deutschherrenritter ließen sich in einer 1328 – 40 neuerbauten Rigaer Stadtfestung nieder. Die Herrschaft des Ordens endete nach dessen Niederlage gegen das Königreich Polen (2. Thorner Friede, 1466), die Erzbischöfe stiegen wieder zur Stadtherrschaft auf. Bis zum Ende des Mittelalter blieb diese dt. Stadt der wichtigste Hansehafen im Baltikum. (s. Livland)

Ma. Baudenkmäler der Stadt wurden im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört. Wiederaufgebaut wurden u.a. der Marien-Dom (ein Backsteinbau aus dem 13. Jh.), die St.-Petri-Kirche (15. Jh.), die St.-Jacobi-Kirche (13. – 15. Jh.), und die St.-Johannis-Kirche (14. – 16. Jh.).

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