Schisma




Schisma (grch. = Spaltung). Als erste Spaltung zwischen der byzantinischen Ost- und der römischen Westkirche gilt das “Akakianische Schisma” (484 – 519), ausgelöst durch einen Kompromiss, den Kaiser Zenon zwischen der orthodoxen Reichskirche und den ® Monophysiten zustandebrachte; dieser wurde von Papst Gelasius I. namens der römischen Kirche scharf zurückgewiesen. Die Zurückweisung, enthalten in einem Brief an Kaiser Anastasios I., stellte eine Konfrontation mit dem kaiserlichen Anspruch dar, religiöse Fragen entscheiden zu wollen. – Die endgültige Abspaltung der Ostkirche von der römischen Kirche im Jahr 1054 wird als ® Morgenländisches oder Griechisches Schisma bezeichnet. – Das Große Abendländische Schisma von 1378 bis 1417 war die Spaltung der römischen Kirche, deren oberstes Hirtenamt während dieser Zeit von zwei, endlich gar von drei Päpsten beansprucht wurde. (Anlass des A.S. war die nach dem Tod Gregors XL. 1378 vom stadtrömischen Adel aufgestellte Forderung, nur einen Römer oder wenigstens einen Italiener zum Nachfolgekandidaten zu machen, um das Papsttum aus dem französischen Einfluss zu lösen. Gegen den zunächst gewählten Urban VI. machte das überwiegend aus Nichtitalienern – zumeist Franzosen – bestehende Kardinalskollegium den Franzosen Clemens VII. zum Gegenpapst, der sich wieder in Avignon niederließ.) Die fatalen Folgen der Spaltung waren, dass jeder Papst die Anhängerschaft des anderen exkommunizierte, dass kein gläubiger Christ sicher sein konnte, der Partei des echten Vertreters Gottes zuzugehören. Zu den Übeln des geschundenen Jahrhunderts kamen die Ungewissheit über die heilsbringende Autorität der jeweils zuständigen Geistlichkeit sowie der Hass auf die Gegenpartei, welche diese Ungewissheit schürte. Auf dem Konzil von Konstanz wurden 1415 – 17 die Päpste Johannes XXIII., Gregor XII. und Benedikt XIII. abgesetzt und Odo Colonna als Martin V. zum Papst gewählt. Das ca. 40-jährige Große abendländische Schisma war beendet.

(Konzil v. Konstanz s. Konzilien des MA.)




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