Stampfmühlen

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Stampfmühlen (mhd. stampf; lat. pistrinum) waren mittels Tiergöpel, Tret- oder Wasserrad angetriebene Werkmühlen, bei denen über eine Nockenwelle hölzerne Stampfen angetrieben wurden. Sie entstanden wahrscheinlich zuerst im ländlichen Bereich zum Stampfen und Klopfen von Flachs und Hanf. Im dt. Sprachraum findet die Stampfmühle erstmals 1135 und 1175 in Urkunden des Klosters Admont Erwähnung als “molendinum quoque unum et stampf unum” (“eine Mühle und auch eine Stampfe”, d.h. Mahl- und Stampfwerk wurden von ein-und-derselben Enegiequelle angetrieben). Später fanden sie auch zum Walken, zum Zerstampfen von Baumrinde (Gerberlohe), zum Getreideschroten, zur Ölgewinnung, zum Zerkleinern von Hadern (s. Papiermühlen), zum Herstellen von Schießpulver (s. Pulvermühlen), zum Pulverisieren von Quarz (für die Glasmacherei)oder von Knochen (für die Leimsiederei), zum “Pochen” geringhaltiger Erze (s. Pochmühlen) und zu vielerlei anderen Zwecken Verwendung.

(s. Knochenmühle)

Nach oben scrollen