Witz, Konrad

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Witz, Konrad (Magister Conradus sapientis de Basilea, Meister Konrad von Rotwil; um 1400 – um 1445). Aus Rottweil (?) gebürtiger Maler, von dessen Leben nur wenige Daten belegt sind. Er kam 1431 von Rottweil nach Basel, wo er 1434 in die Zunft “Zum Himmel” aufgenommen wurde. Dieser gehörten außer Malern auch Steinmetze, Schnitzer, Goldschmiede und Glaser an. Sechs Monate nach Aufnahme in die Zunft schwor er den Basler Bürgereid, etwa um die gleiche Zeit heiratete er die Elsässerin Ursula. Durch städtische Aufträge kam er zu Wohlstand und erwarb 1443 das Basler Anwesen “Zum Pflug”.

Witz verwendete Landschaften als Bildhintergrund; dabei schritt er von einer zusammenhangslosen Hinterlegung zur tiefenräumlich glaubhaften Verschmelzung von Personen und realistisch dargestellter, teils identifizierbarer Landschaft fort. Wie sein Zeitgenosse Hans Multscher pflegte er in der Personendarstellung einen naturalistischen, “harten” Stil, der in scharfem Kontrast zu dem bis dahin vorherrschenden “weichen Stil” (s. internationale Gotik) stand. Werkbeispiele: “Heilsspiegelaltar” (um 1435; Museen in Basel, Dijon, Berlin). “Verkündigung an Maria” (1400; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum). “Der wunderbare Fischzug Petri” (1444; Musee d’Art et d’Histoire, Genf).

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