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Wüstungen (Agrar.; mhd. wüestunge = Verwüstung, wüestenunge = Ödung; lat. desolatio). Wüstung nannte man eine aufgelassene Siedlung oder landwirtschftliche Nutzfläche (Orts- oder Flurwüstung). Die Wüstungen des Spätmittelalter entstanden in der Hauptsache durch allgemeinen Bevölkerungsrückgang infolge Sterbefallüberschusses, aber auch durch Abwanderung in ertragreichere landwirtschaftliche Gegenden und in die wachsenden Städte, durch seuchenbedingten Bevölkerungsschwund, durch kriegerische Ereignisse, durch Bodenerosion und durch Umbruch landwirtschaftlicher Produktionsweise (Rückgang des Getreidebaus, durch „Bauernlegen“ (etwa durch Klöster, zugunsten ihrer eigenen Grangien), durch Expansion der Viehhaltung) sowie durch Fehlsiedlung. Von den etwa 170.000 Siedlungen aus der Zeit der größten Siedlungsdichte um 1300 verschwanden bis zum Ende der Wüstungsphase etwa 40.000 (= 24%). Nicht alle Landesteile waren von der „negativen Siedlung“ gleichermaßen betroffen: den größten Verlust verzeichneten die waldreichen Mittelgebirgsgegenden mit kargen Böden und schlechter Verkehrsanbindung. Auch waren nicht alle Wüstungen vollständig und dauerhaft, es gab auch teilweise und vorübergehende Siedlungsaufgabe. (An wüstgefallene Siedlungen [villae desolatae] und an Fehlsiedlungen erinnern heute noch mancherorts Flur- und Wegenamen, durch den pflanzlichen Überwuchs erkennbare Grundmauern und Straßenzüge, Ackerterassen, Dämme, Wölbäcker, Feldsteinmauern und Lesesteinanhäufungen.)
Nicht nur Bauerndörfer sondern auch kleinere Städte fielen wüst, sei es durch Machtkämpfe lokaler Herrschaften, durch Veränderung von Handelswegen, durch Naturkatastrophen (Überschwemmungen) oder durch Veränderung wirtschaftlicher Grundlagen – etwa bei Bergstädten, wenn deren Gruben erschöpft waren.
Im Bergbau bezeichnete man mit „Wüstung“ aufgelassene Schürfstellen und Stollen.
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