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| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
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Wunibald (Wynnebald, Winnebald; 701 – 761, hl.) Aus Essex gebürtiger Sohn des Hl. Richard (Richard der Angelsachse), Bruder des Hl. Willibald und der Hl. Walpurga, Verwandter des Hl. Bonifatius. 720 unternahm Wunibald zusammen mit seinem Vater und seinem älteren Bruder Willibald eine Pilgerreise nach Rom. Nachdem der Vater in Lucca gestorben und Willibald ins Heilige Land weitergezogen war, trat Wunibald in ein römisches Kloster ein und durchlief eine theologische Ausbildung. Nach einem Aufenthalt in der Heimat (727-730) kehrte er nach Rom zurück und wurde von dort – zusammen mit seinem Bruder Willibald – durch Bonifatius zur Missionsarbeit nach Deutschland berufen (738). Im Jahr darauf erhielt er die Priesterweihe in Sulzenbrücken (bei Arnstadt/Thüringen) und versorgte einen thüringischen Pfarrsprengel. Von 744 an missionierte er mit Unterstützung des Bayernherzogs Odilo in der Oberpfalz, seit 747 unter dem hl. Bonifatius von Mainz aus. 751 ging er zu seinem Bruder, der in Eichstätt Bischof geworden war. Dem Kloster Heidenheim bei Treuchtlingen in der Diözese Eichstätt, das er 752 zusammen mit Willibald gegründet hatte, stand er bis zu seinem Tod als Abt vor. Als seine Nachfolgerin in der Abtei Heidenheim, die inzwischen in ein Doppelkoster verwandelt worden war, amtete seine Schwester Walpurga. Wunibald fand seine letzte Ruhestätte im Heidenheimer Münster. Die Elevation seiner Gebeine und deren Überführung in die Krypta des neuerbauten Münsters durch Bischof Willibald (777) war gleichbedeutend mit einer Heiligsprechung. Seine vita („Vita Wynnebaldi Abbatis Heidenheimensis“) stammt aus der Feder der Heidenheimer Nonne Huneberc (Hugeburc), die sich auf Berichte Walpurgas und Willibalds stützen konnte.
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