Führen eines Wappens im Mittelalter




Vereinzelt begegnen uns bereits im Mittelalter Wappen nichtadeliger Familien, z.B. in Gestalt von Bauernwappen in denjenigen Gegenden, in denen sich das Freibauerntum gegen die Einführung der Leibeigenschaft hatte behaupten können. Auch mächtige städtische Patrizierfamilien nahmen in manchen Fällen Wappen an, um Lebensweise und gesellschaftliche Statussymbole des politisch wie sozial seinerzeit noch herrschenden Adels nachzuahmen. In Deutschland konnten sie z. T. eine Bestätigung solcher frühen Bürgerwappen durch die hofpfalzgräfliche Kanzlei des Kaisers erlangen. Seit dem 15. Jahrhundert wurden dann durch diese Kanzlei und entsprechenden Kanzleien der Territorialfürsten gegen hohe Entgelte unnehmend öfter Wappenverleihungen an reiche Bürgerfamilien vorgenommen.

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