Bibernelle

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Bibernelle (erstmals im 7. Jh. u.Z. als pipinella erwähnt, Namensherkunft unbekannt; auch Steinbrech (lat. saxifraga), Steinpeterlein, Pfefferkraut oder Bockwurz genannt; mhd. bibernelle; botan. Pimpinella saxifraga). Aus der artenreichen Gattung wird hier die „Kleine“ oder „Gemeine Bibernelle“ behandelt, eine europaweit auf trockenen, mageren Böden verbreitete krautige Pflanze von 50 – 100 cm Wuchshöhe, mit behaartem, kantigen Stängel, einfach gefiederten Blättern, doldigen Blütenständen mit weißen Blüten, mit ca. 2 mm gro0en Samen und mit einer würzig-scharf schmeckenden und Bocksgeruch verströmenden Wurzel. Vorwiegend letztere wird als Heilmittel verwendet und im Frühjahr (ältere Pflanzen) oder Herbst (jüngere Pflanzen) geerntet. Wirksame Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Saponine und Cumarine.

Im antiken Schrifttum ist die Bibernelle nicht erwähnt.

Schon im Frühmittelalter ist die Pflanze ein fester Bestandteil der Klosterheilkunde und wird eingesetzt gegen Erkrankungen von Leber, Galle, Nieren, Harn- und Atemwegen.

Hildegard v. Bingen rechnet sie nicht den Heilmittel sondern den Abwehrmitteln gegen Dämonen zu, und empfiehlt, die Wurzel als Amulett um den Hals zu tragen. Dies wohl wegen des scharfen Geschmacks und/oder üblen Geruchs, welch beides von Dämonen gehasst wird.

Im „Gart der Gesundheit“ des Johann von Cuba (15. Jh.) heißt es: „Pimpinella ist heiß und trocken an dem zweiten Grad. Sie ist besonders gut gegen Vergiftung und nimmt alle Unsauberkeit aus dem Leib.“ (Zit. G. Mayer)

In der Volksmedizin des Spätmittelalter galt die Wurzel der Bibernelle wegen ihres starken, unangenehmen Geruchs – besonders in Form von Räucherungen – als Mittel gegen die Pest, und wegen ihres bocksartigen Aromas als Aphrodisiacum.

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