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| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
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Haube (mhd. hube, hoube; lat. mitra). Enganliegende, den behaarten Schädel umschließende Kopfbedeckung für Männer und Frauen, von verschiedener Form und unterschiedlichem Material. Hier soll die Rede von der Frauenhaube sein, die zu tragen für verheiratete Frauen Pflicht war und anzeigte, dass sie in ehrbarem Ehestand lebe. Schon bei den Germanen und Römern bestand der Brauch, dass verheiratete Frauen ihr Haar nicht mehr offen tragen durften; Mädchen dagegen ließen bis zur Verehelichzng ihr Haar unverhüllt. („Ich habe meine Tochter unter die Haube gekriegt“ besagt also, dass ich sie an den Mann gebracht habe.) Die Frauenhaube bestand meist aus Leinen, umschloss Haupt und Haar bis zu Gesicht und Hals und wurde mit Bändern unter dem Kinn festgebunden. Bei reichen Frauen konnte sie auch aus Seide sein und mit schmückendem Beiwerk versehen sein. Die von Frauen und Männern getragene Nachthaube war schlicht und von reiner Zweckmäßigkeit – sie sollte die Frisur während des Schlafes in Form halten. Ebenso schlicht war die von Frauen im Badhaus getragene Badehaube.
Neben ihrer Signalfunktion war die Frauenhaube auch von praktischem Wert, hinderte sie doch das lange Haar daran, bei einer der alltäglichen Arbeiten hinderlich oder gar gefährlich im Wege zu sein oder den Blick zu hemmen.
Die Forderung der Kirche nach der Kopfbedeckung der Frauen beruht auf dem 1. Korintherbrief 11,5-20 des Paulus, wo er ihnen befiehlt, nur mit bedecktem Haar vor Gott zu treten. („Eine Frau entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und ihr Haupt nicht verhüllt.“)
Altem Aberglauben zufolge war die Verhüllung der Haare ein Schutzmittel gegen böse Geister, die gerne darin nisteten. Außerdem verbreiteten die offenen Haare einer menstruierenden Frau „gefährlichen Zauber“ (HDA 3/1551).
Ein originelles Sprichwort findet sich bei <http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Haube>: „Nein, ich habe gottlob die Haube aufgehabt, sagte die Frau, als sie der Beichtvater fragte, ob sie nackend beim Kapuziner gelegen. – Klosterspiegel, 28, 21.“
(s. Bundhaube, Gebende, Gefrens, Haartracht, Helm, Kappe (Mod.), Kopfbedeckung, Mütze)
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