Poetik

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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Poetik (grch. poetike techne = Dichtkunst). Die mittelalterliche Vorstellungen von Wesen, Formen und Gesetzen der Dichtkunst beruhten auf Lehren der röm. Antike (Horaz, Vergil, Quintilian u.a.). Poetik wurde im Zusammenhang mit Metrik, Grammatik, Rhetorik oder Dialektik gelehrt. Erst im Hochmittelalter entwickelte sich eine eigene Auffassung von Dichtkunst, wie z.B. in dem Traktat „De divisione philosophiae“ des Dominicus Gundisalvi (um 1150); es entstanden einschlägige Lehrschriften wie etwa die „Ars versificatoria“ des Matthäus von Vendome (1170), der „Polycratius“ des Johannes von Salesbury (12. Jh.) oder die „Poetria“ des Johannes von Garlandia (1. Hälfte 13. Jh.). Der Scholastik galt die Dichtung als „infima doctrina“ (als niedrige Wissenschaft), da sie an einem Mangel an Wahrheit (defectus veritatis) leide und als etwas „handwerklich“ Hervorgebrachtes der reinen Theorie wesensgemäß unterlegen sei.

(s. Lyrik, Reim, Strophe, Vers)

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