Robert Grosseteste

Cinque Terre Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke 69 einzigartige Motive, die die Magie der Dubai-Schokolade einfangen! Dieses Malbuch entführt dich in eine Welt aus luxuriösen Schokoladentafeln, orientalischen Mustern und ikonischen Elementen Dubais. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Robert Grosseteste (wörtlich: Dickkopf, v. vulgärlat. testa = Schale, Kopf; auch Robertus Lincolniensis, R. Capito, Megacephalus, Greathead; um 1175 – 1253). Robert war ein Kind armer Leute aus Stradbroke (Suffolk). Er wurde Priester, studierte in Paris, lehrte in Oxford, und war maßgeblich an der Umwandlung der dortigen Schule in eine Universität beteiligt, deren erster Kanzler er 1208 wurde. Ab 1224 lehrte er an dem neugegründeten Franziskaner-Kolleg, ohne selbst dem Orden beizutreten. 1235 wurde Robert zum Bischof von Lincoln gewählt. In der herausragenden Position als Bischof der größten englischen Diözese konnte er wirkungsvoll gegen die römische Unsitte wettern, italienischen Klerikern Pfründe in England zu überlassen. („Die Quelle allen Übels ist die römische Kirche, weil sie durch ihre Schenkungen, Pfründerverteilungen und Benefizverleihungen im vollen Sonnenlicht Männer ernennt, die verderblich wirken und keine Hirten sind“.) Seine Amtsführung war untadelig und von Reformeifer beflügelt. Als er starb, stand er im Rufe eines Heiligen.

Die Universität von Oxford war von Anfang an berühmt als Hochburg der Naturwissenschaften. Robert übersetzte und kommentierte Werke des Aristoteles, betrieb Mathematik und experimentelle Optik (Arbeiten über Lichtbrechung und Strahlengang) und war ein wichtiger Vertreter der Lichtmetaphysik. Zum Gebrauch an den Schulen der Franziskaner schrieb er die Lehrbücher „De sphaera“ (über den Aufbau der Welt nach dem ptolemäischen System, angelehnt an den „Liber de sphaera“ des Johannes von Sacrobosco) und „Praxis Geometriae“ (zur Erdvermessung). Er unterschied zwischen induktiver (erfahrungsgemäßer) und deduktiver (vernunftgemäßer) Erkenntnismethode und stellte fest, dass es der Erfahrung bedürfe, um Einsichten aufgrund von Sinneseindrücken gewinnen zu können. Da jedoch auch Erfahrungen irrtumsbehaftet sein können, müsse jede Einsicht durch Experimente verifiziert werden. Dabei ließ er sich von zwei Grundsätzen leiten: 1.) dem „Uniformitätsprinzip“, demzufolge gleiche Wirkungen stets auf gleiche Ursachen zurückzuführen sind und 2.) dem „Sparsamkeitsprinzip“, nach welchem für natürliche Vorgänge stets der einfachste Ablauf anzunehmen ist. Seiner Auffassung nach war die Welt ein System mathematischer Zusammenhänge, war die Realität mathematisch zu beschreiben. Der berühmteste seiner Schüler war Roger Bacon.

Keine Produkte gefunden.

Nach oben scrollen