|
|
|
| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
| Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. | Entdecke 69 einzigartige Motive, die die Magie der Dubai-Schokolade einfangen! Dieses Malbuch entführt dich in eine Welt aus luxuriösen Schokoladentafeln, orientalischen Mustern und ikonischen Elementen Dubais. | Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt. |
Seelhaus (mhd. sel-hus). Sma. städtische oder private Stftung zur Beherbergung verarmter Frauen aus der mittleren oder unteren Bevölkerungsschicht, die das Bürgerrecht besaßen, keine Heiratsaussichten hatten, nicht ausreichend erwerbsfähig und schon länger ortsansässig waren. Die Frauen (mhd. selnunnen) erlegten ein Aufnahmegeld und wohnten dann mietfrei; sie erhielten aus Vermächtnissen kleine Legate in Geld oder Naturalien, von denen sie ihren gemeinsamen Lebensunterhalt bestritten. Die Hausordnung sah vor, dass sich die Seelfrauen „fromm, treu, friedfertig, dienstbar und untadelig“ verhielten (zit. nach Britta-Juliane Kruse). Ohne Genehmigung des Vorstehers durften keine Fremden im Seelhaus übernachten. Seelfrauen, die sich keinen Verstoß gegen die Hausordnung zuschulde kommen ließen, hatten lebenslanges Wohnrecht. Bei mehrmaligen Verstößen erfolgte Hausverweis bei Einbehaltung des Aufnahmegeldes.
Seelfrauen verrichteten bei der Totenfeier Im Trauerhaus um Gotteslohn oder gegen geringes Entgelt die Totengebete .
Als Beispiel einer solchen Einrichtung sei das 1392 von der Nürnberger Familie Mendel gestiftete Seelhaus angeführt. Die Mendelschen Seelfrauen pflegten kranke Mitglieder sowohl der eigenen Hausgemeinschaft wie der Stifterfamilie, besorgten den Sterbebeistand und die Totenwache und beteten für das Seelenheil der Toten.
Um 1480 gab es in Nürnberg 22 Seelhäuser, in denen jeweils fünf bis acht Seelfrauen lebten.
Keine Produkte gefunden.