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Lexikon des Mittealters Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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St. Dionysius (Dionysius von Paris, frz. Saint-Dénis, 3. Jh.). Nach einem Bericht des Gregor von Tours in dessen „Historia Francorum“ war Dionysius um das Jahr 250 zusammen mit mehreren anderen Bischöfen vom Bischof von Rom als Missionar nach Gallien entsandt worden. Er richtete in der gallorömischen Stadt Lutetia Parisorum ein Bistum ein und wurde dessen erster Bischof. Um 280 soll er unter dem röm. Statthalter im Zuge der Christenverfolgung das Martyrium erlitten haben; und zwar wurde er nach grausamen Martern, die er unverletzt überstanden hatte, vor den Mauern der Stadt auf jenem Hügel enthauptet, der später Mons martyrorum (Montmarte) genannt werden sollte. Der Legende zufolge erhob sich der Enthauptete, nahm seinen Kopf auf und trug ihn bis zu jener Stelle, an der er bestattet sein wollte. Um 638 wurden die Gebeine des St. Dénis in eine nahegelegene und von Dagobert I. eigens dazu erbaute Benediktinerabtei überführt, die man nach ihm benannte. Der Dionysius-Kult verbreitete sich rasch in ganz Gallien und die franz. Könige – Merowinger, Karolinger und spätere – machten Dionysius zum Nationalheiligen und die Abteikirche St. Dénis zu ihrer Grablege. Franz. Ritter zogen mit seinem Namen als Schlachtruf ins Gefecht, die Fahne der Abtei, die „Oriflamme“, wurde vom franz. Königshaus übernommen. (Im 9. Jh. wurde die Gestalt des Dionysius von Paris mit derjenigen des Dionysius Areopagita gleichgesetzt. Ein Irrtum, der sich trotz des Widerspruchs gelehrter Männer wie Peter Abaelard während des ganzen Mittelalter halten sollte.)

Die Tatsache, dass er enthauptet worden ist, ließ ihn zum Schutzheiligen bei Kopfleiden, psychischen Erkrankungen und Tollwut werden. Er wird den Vierzehn Nothelfern zugerechnet. Darstellungen zeigen ihn seinen Kopf in Händen oder auf einem Buch tragend.

(s. Frankreich, Suger)

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