Adler




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Adler (mhd. adel-ar, adlar, adler; lat. aquila). Trivialbezeichnung großer “edler” Greifvögel (Falconiformes), je nach Art mit spezifizierendem Präfix (See-, Fisch-, Steinadler). Charakteristische Kennzeichen sind Tagaktivität, majestätische Flugbild, gutes Sehvermögen, nach unten gebogener, “grimmiger” Hakenschnabel, kräftige Beine und krallenbewehrte, tödliche Fänge.

Seit alters als König der Lüfte und als Göttertier verehrt. Von Bedeutung wurde er als Symbol-, Wappen- und Orakeltier und in der Hohen Jagd (s. Beizjagd). In vielen Heiligenlegenden erscheint er als Handelnder (beispielsweise rettete er mit seinen gespreiteten Schwingen einen missionierenden Bischof vor dem Verschmachten in der Sonnenglut; der Bischof wurde denn auch Servatius = der Gerettete geheißen).

Die frühen Christen konnten mit dem Symboltier der römischen Imperatoren, ihrer Verfolger, zunächst nichts Positives zu verbinden. Erst unter Kaiser Konstantin, der das kaiserliche Zeichen auf Christus übertragen ließ, wurde es auf Gott bezogen und fand sich häufig auf christl. Sarkophagen. Der Kirchenvater Hieronymus ordnete den Adler dem Evangelisten Johannes als Attribut zu, was sich allerdings erst im 13. Jh. bildlich dargestellt findet.

Der Physiolgus sagt gleichnishaft von ihm: “Wenn er alt wird, werden seine Schwingen schwer und seine Augen werden trübe. Was also tut er? Er suchet eine Quelle reinen Wassers und fliegt empor in den Strahlenkranz der Sonne und verbrennt seine alten Fittiche und wirft ab die Düsternis seiner Augen … und so erneut er sich und wird wieder jung.”

In der mittelalterliche Volksmedizin werden Körperteile und Kot des Adlers als Heilmittel gegen alles und jedes verwandt. (Nur wenige Beispiele: Adlerfett hilft gegen Schwindsucht, Hirn gegen Schwindel, Leber gegen Fallsucht, Galle gegen Hautleiden, Kot gegen Warzen, Brechreiz, Hals- und Magenkrankheiten, Husten und Geburtsschwierigkeiten.)

Dem mittelalterliche Aberglauben gilt er als vielwissendes Orakeltier. Sein Anflug bedeutet je nach Richtung Glück (von rechts) oder Unglück (von links). Adlerfaum am Hut getragen sollte die Augen schärfen und Mut verleihen; eine Adlerklaue wurde mancherorts als Amulett getragen; mit Adlermist konnte man Schlangen, mit Adlerfedern Wanzen vertreiben.

(s. Reichsadler, Symbol, Tiersymbolik, Wappenzeichen)




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