Bannen

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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bannen. Im mittelalterliche Aberglauben bedeutete das Verb “bannen” den “Zwang, den ein Mensch mittels eines Zauberwortes/Bannfluches oder einer Zauberhandlung auf andere Wesen (Menschen, Tiere, Geister u.a.m.) ausübt, meistens mit dem Zweck, den Gebannten unschädlich zu machen …” (HdA, I, Sp. 874).

Da Krankheiten als durch Dämonen verursacht angesehen wurden, suchte man Heilung, indem man die Krankheitsdämonen bannte (austrieb, fesselte). Der vorchristliche Brauch des Geisterbannens ging als Exorzismus in den Kirchenglauben ein.

Häufige menschliche Ziele von Bannsprüchen waren Hexen, Diebe oder Mörder; Ziele aus dem Tierreich waren vor allem Schlangen und Ungeziefer; kirchlicherseits wurde ihnen der Prozess gemacht und der Bannfluch verhängt. Jäger kannten Bannsprüche, um Wild leichter erlegbar zu machen (Stellzauber).

(s. incantatio, Krankheitsursachen, magische Kreise, Strafen gegen Tiere, tierliche Schädlinge, Vernageln)

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