Barschalk

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Barschalk (mhd. barschalc = freier Knecht; auch barman, vriman; mlat. barscalcus; zu mhd. bar = Mann, freier Mann; mlat. barus, baro). So wurden während des 8. und 9. Jh. in manchen Gegenden Bayerns und der Ostmark minderfreie, mit Königsgut in Erbbesitz beliehene Bauern oder Rodungsfreie genannt, die Waffen tragen durften, zinspflichtig waren und zu Kriegszeiten Militärdienst leisten mussten (s. Königsfreie; in Franken hießen sie bargilden [frk.-lat. bargildio; mlat. bergildus], in Norddeutschland vriliute. Eigenschalk oder eigenman hieß dagegen der leibeigene Knecht). Sie ragten als Oberschicht (“freie Unfreie”) aus dem Stand der Unfreien heraus und verfügten gelegentlich auch über eigene Ländereien und Leibeigene. Für sie galt erhöhtes Wergeld, sie konnten selbst Freilassungen verfügen und als Zeugen auftreten. In Friedenszeiten wurden sie häufig samt ihrem Grund der Kirche zugeeignet.

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