Bernold von Konstanz

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Bernold von Konstanz (B. v. St. Blasien; um 1050 – 1100). Gelehrter von unbekannter Abkunft, ausgebildet an der Domschule von Konstanz; 1084 zum Priester geweiht; bezeichnet sich selbst nach 1085 als “ultimus fratrum” von St. Blasien (Benediktinerkloster im südl. Schwarzwald); seit 1091 Mönch im Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen. Er verfasste Streitschriften u.a. gegen die Priesterehe, zur Sakramentenlehre, zum Umgang mit Exkommunizierten und zu anderen religiösen Fragen seiner Zeit. Seine Argumentation ist ganz den Reformbestrebungen Gregors VII. verpflichtet und gilt ihrer Form wegen – Gegenüberstellung sich scheinbar widersprechender Rechtssätze – als Vorbote der scholastischen Methode. Sein Hauptwerk ist die bis zum 30.08.1100 reichende Chronik. Sie basiert bis 1054 hauptsächlich auf Beda Venerabilis, Herimannus Contractus und Berthold von Reichenau, ab 1054 auf eigenständiger Bearbeitung von Quellenmaterial und stellt ab 1075 die Zeitereignisse aus eigener Anschauung dar. Seine Geschichtsdeutung weist Bernold als erklärten Gegner Heinrichs IV. aus.

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