Chaos

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Chaos (grch. urspünglich = Spalt, Höhlung, leerer Raum; in der grch./lat. Philosophie = der formlose, ungeordnete Urstoff [der Welt]). Grch. Philosophen verstanden unter chaos die ewige, gestaltlose Masse, aus welcher der Schöpfer (artifex, opifex) die Welt bildet. Auch röm. Denker (Vergil, Ovid, Lactanz) verwandten das Wort auf eine formlose Masse (confusio). In der christl. Philosophie war die Existenz einer chaotischen Urmasse umstritten. Überwiegend neigte man zu der Annahme einer “creatio ex nihilo” der Materie, kollidierte dabei jedoch mit der aristotelischen Verneinung des Nichts. Selbst Augustinus ist unsicher: Er nimmt eine Urmaterie an, beschreibt sie als confusa et informis (verworren und formlos) und meint, sie würde “… wie ich glaube, von den Griechen chaos genannt …”. (s. Kosmogonie)

Nach oben scrollen