Chor (Arch




Chor (Arch., lat. chorus, grch. choros = Tanzplatz, Tanz. Als Bezeichnung für den Hochaltarraum einer Kirche erst seit dem 14. Jh. gebräuchlich. Auch Presbyterium). Raum im Ostteil der Kirche (s. Ostung), meist bestehend aus quadratischem oder Langchor und Apsis, der dem Klerus und den geistl. Sängern (dem Chor) vorbehalten ist. Über einer Krypta ist er, oftmals zusammen mit der Apsis, dem Hauptschiff gegenüber um einige Stufen erhöht und gegen den Kirchenraum durch Chorschranken oder (vom 13. Jh. an) durch einen Lettner abgetrennt.

Größere Kirchen wurden in der Romanik häufig, in der Gotik selten, doppelchörig angelegt, so dass dem östlichen Altarchor ein Chor im Westwerk gegenüberstand, wodurch die Westfassade entfiel (Dome zu Bamberg, Fulda, Magdeburg, Mainz, Naumburg, Worms; St. Willibrord in Echternach, St. Georg in Reichenau Oberzell). Grund für die Anlage eines zweiten Chors konnte ein Doppelpatrozinium sein (z.B. der Kölner Dom St. Maria und St. Peter oder der St. Gallener Klosterplan für St. Petrus und St. Paulus) oder die Pflege des Andenkens an einen Stifter (z.B. an Bischof Bernward in St. Michael, Hildesheim, an Mitglieder des Hauses Wettin im Dom zu Meißen oder an Erzbischof Pilgrim in St. Aposteln, Köln). Als seltene Beispiele von Doppelchorigkeit in der Spätgotik sind zu nennen der Dom zu Meißen, die Stiftskirche in Römhild, die Moritzkirche in Coburg und die Jakobskirche in Rothenburg o.T.

Der Chorabschluss (Chorschluss) ist in der Romanik rund angelegt, in Zisterzienserkirchen gerade (“gerader, einfacher, glatter Chorschluss”) und in der Gotik mehreckig gebrochen (polygonal). Beim polygonalen Chorschluss kennzeichnet ein Bruch das Verhältnis der im Bau tatsächlich ausgeführten Segmente zu den im Grundriss auf 360° entfallenden. Ein 7/10-Schluss z.B. liegt vor, wenn der Chor auf 10 Segmente von 36° angelegt ist, von denen 7 als ausgeführte Bauglieder erscheinen. Bei ungeradzahligem Zähler (z.B. 5/8) steht ein Fenster in der Mittelachse des Chorpolygons, bei geradzahligem (z.B. 6/10) ein Pfeiler. In der Früh- und Hochgotik überwog die erstere Form bei weitem, in der Spätgotik finden sich sehr viele Beispiele für die zweite Form.

Durch Weiterführung der Seitenschiffe um Chor und Apsis entsteht der Chorumgang (mlat. ambitus, ambulacrum, deambulatorium), an den mehrere radiale Chorkapellen angegliedert sein können (s. Kapellenkranz). Die liturgische Bedeutung des Chorumgabgs ist die eines Prozessions- oder Pilgerwegs (deambulator bedeutet auch Pilger) um das unter dem Altar liegende Heiligen- oder Märtyrergrab.

Vom 14. Jh. an wird die Sonderung von Chor- und Altarraum (Apsis) aufgehoben, sie werden zusammenfassend Chor genannt.




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