Drahtherstellung

Cinque Terre Forest
Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
Erkunde das Mittelalter: Über 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträge bieten dir einen tiefen Einblick in diese Ära. Vom Ablass bis zur Zunftordnung - dieses eBook ist dein Guide durch die Geschichte, Gesellschaft und Kultur Europas von 500 bis 1500 n. Chr. Entdecke in „Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen“ auf 111 Seiten die mittelalterliche Burgenwelt: Architektur, Alltag und ihre Rolle im Mittelalter kompakt erklärt.

Drahtherstellung. Im Mittelalter kannte man mehrere Methoden der Herstellung von Metalldrähten.

1.) Den Drahtguss, bei welchem zunächst als Gussmodell drahtartige Wachsstränge hergestellt werden; diese umhüllt man mit einer Einbettmasse und gießt den Draht nach dem “Wachsausschmelzverfahren”. (Nachgewiesen bei awarischem Schmuck des 8. Jh. und bei Reliquiaren des 13. – 15. Jh.)

2.) Das Drahtschmieden auf dem Amboss, bei welchem gegossene längliche Barren (Zaine) oder schmale Blechstreifen unter fortwährender Drehung annähernd zu Runddraht geschmidet und abschließend durch Feilen oder durch Rollen zwischen Marmorplatten geglättet werden. (Belegt für die Zeit vom 7. bis zum 14. Jh.)

3. Die Herstellung von Feindraht (bis 0,15 mm Stärke) durch Tordieren (Verdrillen) eines geschmiedeten Metalldrahtes um seine Längsachse. (Das Verfahren war vom 9. Jh. an – von Byzanz kommend – in ganz Europa verbreitet.)

4. Das unter Drahtziehen beschriebene Verfahren mittels eines Locheisens.

(s. Drahtmühlen)

Nach oben scrollen