Drachenstein

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Lexikon des Mittealters Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen
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Drachenstein (mhd. trachen-stein; grch.-lat. draconites, dracontium, dracontias u.ä. {lat. draco = Drache}, weil er aus einem Drachenhaupt stammen sollte). Als Lebensraum der Großdrachen und damit als Herkunftsgebiet des Drachensteins wurde das ferne Indien angenommen – dies wohl auch deswegen, weil von dort die meisten der edlen Steine kamen. Nach Plinius entsteht der Stein im Hirn eines Drachen, muss diesem aber entrissen werden, solange er noch lebt, und dies gelänge nur während seines Schlafes. Dem schließt sich Konrad v. Megenberg an: “… und zeuht man in niht auz ains lebendigen drachen hirn, so ist er niht edel …”. Das Aussehen des Steins wurde nicht beschrieben, und so hielt man Steine allerlei Art für den fabelumrankten Drachenstein, so u.a. auch Ammoniten, Haifischzähne und Karfunkel. Er wurde wegen seiner allgemeinen Schutzkraft (etwa gegen Hexenzauber) und wegen seiner spezieller Heilwirkung (bei Pestilenz, Ruhr und Blutfluss) hoch geschätzt.

(s. Tiersteine)

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