Geheimschrift




Jetzt neu verfügbar, das umfassende Lexikon über das Mittelater, mit mehr als 3.900 Seiten und über 6.400 Einträgen. Download als eBook ist hier verfügbar.

Das Nachschlagewerk gibt einen umfangreichen Überblick über die Zeit des Mittelalters, erfahre hier mehr darüber!

Geheimschrift (Kryptographie, v. grch. kryptos und graphein – verborgen schreiben). Schon in der Antike waren den Ägyptern, Griechen und Römern Verfahren bekannt, geschriebene Texte für nicht Autorisierte unverständlich zu machen. Im islamischen Kulturkreis war es neben anderen al Kindi (9.Jh.), der sich mit der Entschlüsselung von Chiffraten (Kryptoanalyse) befasste; er bediente sich dabei einer statistischen Methode, bei welcher die Häufigkeit von Schriftzeichen in dem verschlüsselten Text mit derjenigen im Klartext derselben Sprache verglichen wurde. Al Kindis “Abhandlung über die Entzifferung kryptographischer Botschaften” gilt als ältestes ehraltene Buch über Kryptologie. – Im abendländischen Mittelalter gab es kaum Neuerungen in der Technik der Kryptographie. Diese wurde sowohl für wissenschaftliche, private, kaufmännische und für diplomatische und militärische Schriftstücke angewandt und bestand in der Anwendung eines erfundenen Zeichen- oder Zahlenaphabets, im sytematischen Austauschen oder Weglassen von Buchstaben, in Worterweiterungen (meist durch einen Konsonanten plus dem vorhergehenden Vokal, z.B. Mapariapa = Maria), in der Ersetzung von Namen und Begriffen durch Buchstaben oder Zeichen oder in der Verwendung einer mythologischen Symbolsprache. Seit dem 11. Jh. kamen im Text versteckte verschlüsselte Echtheitszeichen auf, mittels derer die Identität des Verfassers eines Dokuments oder Briefes unter Beweis gestellt wurde.

Der Dominikanermönch und Universalgelehrte Roger Bacon (13. Jh.) nennt in seiner “Abhandlung über die geheimen Künste und die Nichtigkeit der Magie” sieben Verschlüsselungsmethoden. Erlauchte Persönlichkeiten wie Kaiser Friedrich III. (1415-1493) und Herzog Rudolf IV. von Österreich (1339-1365) rühmten sich, selbst eine Verschlüsselungstechnik enrwickelt zu haben. Von dem letzteren soll das “Alphabetum Kaldeorum” stammen, ein vollständig erhaltener Zeichensatz zur Chiffrierung lateinischsprachiger Dokumente; es ist in einer Handschrift von 1428 überliefert (Universitätsbibliothek München).

Geheimschrift wurde außer für private Niederschriften und für diplomatische Noten auch für alchimistische Handschriften und ärztliche Verschreibungen (Rezepte) angewandt.

(s. chemische Symbolsprache)




Das Lexikon,  als digitales eBook, über das Mittelalter mit 3.979 Seiten und mehr als 6.400 Einträgen, gibt einen umfassenden Überblick über die Zeit des Mittelalters. Vom Ablass, über Blutpfennig und Kernburg, bis zu Zunftordnung und Zwölf Alte Meister. Ein eBook als Nachschlagewerk, das die Aspekte der europäischen Geschichte, Gesellschaft und Kultur von 500 bis 1500 n. Chr.  abdeckt.

Das eBook jetzt für nur 6,99 EUR, inkl. MWST kaufen, sicher über unseren Partner digistore24 herunterladen

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseite zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und Cookie-Richtlinie.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen