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Glasofen. Kernstück der mittelalterliche Glashütten war der Werkofen, wie er in der Enzyklopädie „De originibus rerum“ des Hrabanus Maurus (9.Jh.) oder in der „Schedula diversarum artium“ des Theophilus (11. Jh.) beschrieben ist oder ähnlich in zeitgenössischen Abbildungen erscheint. In einem gemauerten Herd von rechteckiger oder runder Form waren bauchige Töpfe („Häfen“) aus feuerfestem Ton derart eingelassen, dass sie gänzlich vom Feuer beleckt wurden. (Diese Häfen waren bei einem Durchmesser von 45 cm etwa 60 cm hoch und hatten einen eingezogenen Hals.) Zum Wechseln der Häfen musste der Ofen aufgebrochen werden. Im Herdunterbau befanden sich eine oder mehrere Schüröffnungen. Die Abgase entwichen durch die Arbeitsöffnungen. Frittofen und Glasofen waren meist kombiniert, der Kühlofen konnte dagegen separat errichtet sein. Der Glasofen war meist überkuppelt, damit die Hitze nach unten auf das Schmelzgut reflektiert wurde. Durch eine Arbeitsöffnung in der Überkuppelung konnten Verunreinigungen („Glasgalle“), die sich während des Schmelzens an der Oberfläche abgesetzt hatten, abgeschöpft und die fertige Glasschmelze entnommen werden. Glas-, Fritt- und Temperofen konnten auch turmartig übereinander angeordnet sein.
Im Frittofen wurden ein Gemenge aus Flussmittel, Kalk und Quarzsand – evtl. unter Zusatz von Färbemitteln (Metalloxiden) – bei ca. 700° C gesintert. Die Fritte wurde in den Glasofen verbracht, wo sie bei ca. 1150° C mit weiterem Quarzsand bis zu 48 Stunden lang aufgeschmolzen wurde. Die Glasschmelze wurde abschließend im Kühlofen auf die optimale Verarbeitungstemperatur von ca. 900° C heruntertemperiert.
Man hat berechnet, dass in einem Glasofen zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Temperatur pro Tag (24 h) 4 Tonnen getrocknete Buchenscheite verfeuert wurden.
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