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| Lexikon des Mittealters | Dubai Schokolade, das einzigartige Malbuch | Zwischen Zinnen und Alltag - Das Leben auf mittelalterlichen Burgen |
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Johannes Capestran (Giovanni da Capistrano, Johannes Kapistran; 1386 – 1456; heiliggesprochen 1690). Gebürtig aus der Ortschaft Capistrano in der ital. Provinz L´Aquila, Sohn eines deutschen oder französischen Adligen, studierte Jura in Perugia und wurde dort Richter und königlicher Statthalter. Er führte das Leben eines Laien und war verheiratet. Nach einem traumatischen Erlebnis (1416) ließ er seine Heirat annulieren, änderte radikal seine Lebensanschauung und verschenkte seinen Besitz an die Armen. Er trat in den Franziskaner-Orden in Perugia ein, wo Bernhard von Siena sein Mentor wurde. Er unterwarf sich härtester Askese und entwickelte seine Rednergabe, durch die er als Prediger zu großem Ruhm gelangen sollte. Nach dem Studium der Theologie erhielt er die Priesterweihe und begab sich als Bußprediger auf Wanderschaft. Er predigte gegen Sittenlosigkeit und Unbußfertigkeit, gegen Putzsucht und Spielleidenschaft. Mit fanatischem Hass wetterte er gegen Juden und gegen Ketzer jeder Coleur. Bald ging ihm auch der Ruf eines Wundertäters voraus. In päpstlichem Auftrag ging er mehrmals auf Visitationsreisen, 1447 wurde er zum päpstlichen Inquisitor ernannt und wurde in dieser Eigenschaft außer in Italien in Sizilien, Moldawien, Ungarn, Böhmen, Deutschland und Polen tätig. 1451 wurde er zur Bekämpfung des Hussitismus nach Böhmen und Schlesien entsandt, wo angeblich 16.000 Hussiten zum rechten Glauben zurückgeführt hat. In Augsburg verbrannten von einer Bußpredigt Capestrans aufgewühlte Bürger ganze Wagenladungen von Vernügungs- und Glücksspielen, Würfeln und Karten. In Breslau ließ er 1453 im Verlauf eines Pogroms 41 Juden, die wegen Hostienschändung angeklagt und durch erfolterte „Geständnisse“ überführt worden waren, auf dem Scheiterhaufen verbrennen. 1455 führte er dem ungarischen Feldherrn Johann Hunyadi Kreuzfahrertruppen zu, mit deren Hilfe dieser die Belagerung des heutigen Belgrads durch die Türken aufheben konnte. Die Tat sollte ihm den Ruf eines Retters Europas vor der Türkengefahr einbringen. 1456 ist er bei Vukovar (damals ungarisch, heute kroatisch) gestorben. Seine Reliquien sind verschollen.
Aus seiner literarischen Tätigkeit sind theologische Abhandlungen, Bußbücher und Briefe erhalten.
(s. Hostienfrevel, Judenpogrom)
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