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jüdische Wissenschaft. Der mittelalterliche Judenheit galt der Gelehrtenberuf als höchster Stand. Gerade die wohlhabenden Familien setzten ihren Ehrgeiz darein, ihre Söhne auf den besten Talmudschulen studieren zu lassen. Die Blüte jüd. Intellektualität, das „Goldene Zeitalter des Judentums“, entwickelte sich im 11.-13. Jh. im arab.-hebräischen Raum der Sephardim in Spanien und Portugal. Sprachwissenschaftler wiederbelebten das Althebräische als Literatursprache, Naturwissenschaftler (v.a. Astrologen/Astronomen und Mediziner) und Philosophen verständigten sich auf Arabisch, übersetzten grch. und arab. Texte ins Hebräische und Lateinische und trugen so wesentlich zum Wissenstransfer ins christl. Abendland bei. Grund für die Entfaltung jüd. Gelehrsamkeit war die relative Freiheit, der sich Juden – trotz einer Kopfsteuer – unter arab. Herrschaft erfreuten. (Nach der Reconquista im 14. Jh. standen die Juden zunächst unter dem Schutz der span. Krone, die ihrer finanziellen Unterstützung bedurfte. Später verstanden es christl. Eiferer, sie zu diskreditieren, bis sie Ende des 15. Jh. endgültig aus Spanien vertrieben wurden.)
Als Vertreter sephardischer Gelehrsamkeit sind zu nennen: der aus Malaga gebürtige Salomon Gabirol (1021-58; auch als Avencebron oder Aricebron bekannt; Philosoph), Moses Ben Maimon aus Cordoba (1135-1204; auch Maimonides; Arzt und Philosoph), der Bibel- und Talmudkommentator Salomon ben Isaak (1040-1105), die Ärzte- und Übersetzerdynastie der Tibboniden, Jakob Anatoli (gest. 1237; Astronom, Übersetzer) und Nachmanides (Ramban; 1194-1270; Gelehrter, Dichter, Arzt).
Im Gebiet der Aschkenasim entstanden hochrangige jüdische Akademien in Troyes, Worms, Speyer, Mainz und Wiener Neustadt. Als die bedeutendsten ihrer Lehrer gelten Rabbi Gershom ben Jehuda (960-1028), genannt „das Licht der Diaspora“; Jehuda der Chassid (1150-1207), ein Bibelexeget; Meir von Rothenburg, ein Talmudgelehrter (1215-1293); Mordechai ben Hillel (um 1240-1298) der Halachist; Ascher Ben Jechiel (ca. 1250-1327), eine Autorität der Talmudauslegung; Jom Tob Lipman (14./15. Jh.), der sich um das wechselseitige Verstehen von Juden und Christen bemühte; Rabbi Schalom von Neustadt (gest. um 1415), eine Zentralfigur des österreichischen Aschkenas.
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